US-Finanzinvestor
KKR stellt Konkurrenz in den Schatten

Das Portfolio des US-Finanzinvestors KKR hat zuletzt trotz Börsenturbulenzen kräftig an Wert gewonnen. Damit stellt er die großen Konkurrenten Blackstone und Carlyle in den Schatten.
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New YorkDer US-Finanzinvestor KKR trotzt den Marktturbulenzen in der Schuldenkrise. Anders als bei den großen Konkurrenten Blackstone und Carlyle gewann das milliardenschwere Portfolio zuletzt ordentlich an Wert, obwohl es an den Aktienmärkten eher nach unten ging.

Der in der Branche maßgebliche wirtschaftliche Nettogewinn (ENI) legte deshalb im zweiten Quartal binnen Jahresfrist auf 546 (Vorjahr: 315) Millionen Dollar zu, wie die Beteiligungsgesellschaft am Freitag mitteilte. Das war mehr, als Analysten erwartet hatten.

Treiber war vor allem die Ankündigung des US-Pharmahändlers Walgreen vom Juni, mit zunächst 45 Prozent bei der britischen Apothekenkette Alliance Boots einzusteigen, die zum KKR-Portfolio gehört. Das Geld ist zwar noch gar nicht geflossen. Doch weil sich Walgreen eine Komplettübernahme vorbehält, schoss die Bewertung von Alliance Boots in die Höhe. Börsennotierte Finanzinvestoren müssen den Wert ihrer Firmenbeteiligungen quartalsweise ausweisen, die Ergebnisse schwanken daher sehr stark.

In Deutschland ist KKR unter anderem am Gabelstapler-Hersteller Kion, an der Werkstattkette ATU, an der TV-Senderkette ProSiebenSat.1 und am Aromen-Hersteller Wild beteiligt. Zuletzt griff der Firmenjäger auch nach dem schwäbischen Besteckhersteller WMF.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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