US-Großbanken
Morgan Stanley kann nicht mit Goldman Sachs mithalten

Künftig will die US-Großbank Morgan Stanley stärker in der Vermögensverwaltung werden. Von April bis Juni sind die Erlöse geschrumpft, die Bank sparte kräftig.

New YorkDie US-Investmentbank Morgan Stanley hat im zweiten Quartal weniger verdient. Einsparungen konnten dabei Schwächen im Handel nicht ausgleichen. Der Nettogewinn summierte sich auf 1,43 Milliarden Dollar, wie der Goldman-Sachs-Rivale am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Ergebnis von 1,69 Milliarden Dollar zu Buche gestanden. Allerdings sind die Zahlen nur bedingt vergleichbar, weil Morgan Stanley nach neuer Rechnungslegung nicht mehr Veränderungen der Schuldenlast im Quartalsergebnis widerspiegeln muss.

Morgan-Stanley-Aktien verteuerten sich im vorbörslichen US-Handel um mehr als drei Prozent. Händler verwiesen darauf, dass die Quartalsbilanz besser als erwartet ausfiel. Das ging vor allem auf Kostensenkungen zurück.

Bankchef James Gorman will Morgan Stanley unabhängiger vom schwankungsanfälligen Handel machen und baut die stabilere Vermögensverwaltung aus. Im abgelaufenen Quartal stiegen die Einnahmen aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Rohstoffen um 2,4 Prozent, während sie im größeren Aktienbereich um 5,5 Prozent sanken.

Morgan Stanley schnitt damit deutlich schlechter als Erzrivale Goldman Sachs ab. Der Konkurrent hatte am Dienstag einen Gewinnsprung von 78 Prozent für das Frühjahresquartal gemeldet. Auch hier wirkten sich Kostensenkungen positiv aus. Zudem schlug sich Goldman im Handel deutlich besser.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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