US-Investmentbank Goldman Sachs fährt Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar ein

Neben einem sehr profitablen Wertpapierhandel konnte die Investmentbank auch von der US-Steuerreform von Präsident Trump profitieren.
Update: 17.04.2018 - 17:44 Uhr Kommentieren
Goldman Sachs: Investmentbank macht 2,8 Milliarden Dollar Gewinn Quelle: AP
Goldman Sachs

Die US-Investmentbank war im Schlussquartal 2017 zuletzt in die roten Zahlen gerutscht.

(Foto: AP)

New YorkLange hat Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein auf diesen Moment gewartet. Nach Monaten extrem ruhiger Märkte ist die Volatilität an die Börsen zurückgekehrt. Das beschert der Bank ein deutliches Plus bei den Handelsumsätzen, die seit Jahren die Ergebnisse der Bank belastet haben.

Insgesamt legte das Handelsgeschäft der Großbank im ersten Quartal um 31 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar zu – und damit stärker als bei den anderen drei Großbanken JP Morgan, Citigroup und Bank of America, die ihre Zahlen bereits vorgelegt haben.
Besonders der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Rohstoffen lief bei Goldman besser als bei der Konkurrenz mit einem Plus von 23 Prozent. Die Messlatte lag für das Wall-Street-Haus jedoch auch tiefer, da das Handelsgeschäft im vergangenen Jahr deutlich schlechter lief als bei den anderen Banken. Die Umsätze aus dem Aktienhandel legten um 38 Prozent zu.

Blankfein hat trotz aller Widerstände stets Wert darauf gelegt, die Handelssparte auch in schwachen Zeiten nicht zu stark abzubauen. Das hat sich nun ausgezahlt. Die guten Ergebnisse im Handel trugen mit dazu bei, dass der Quartalsgewinn um 26 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar stieg. Die Erträge legten um 25 Prozent auf zehn Milliarden Dollar zu, dem höchsten Wert seit drei Jahren.

Goldman profitiert wie die anderen US-Banken auch von Präsident Trumps Steuerreform, die die Körperschaftssteuer von 35 auf 21 Prozent absenkte und die Wirtschaft stärkt. Das spiegelt sich auch in der Eigenkapitalrendite wieder, ein wichtiges Maß für die Profitabilität von Banken. Sie kletterte auf 15,4 Prozent und ist damit so hoch wie seit 2012 nicht mehr – und das, obwohl das Wall-Street-Haus einen ehrgeizigen Wachstumsplan verfolgt und in allen Bereichen Aktivitäten ausbauen will.

Das Beratungsgeschäft für Fusionen und Übernahmen war in den ersten drei Monaten des Jahres jedoch überraschend schwach. Die Erträge gingen um 22 Prozent auf 586 Millionen Dollar zurück. Der Bank zufolge gab es deutlich weniger Deals, die im ersten Quartal abgeschlossen wurden. Grundsätzlich jedoch geht Finanzchef Martin Chavez davon aus, dass die positive Stimmung das ganze Jahr anhalten wird. Die Bank arbeitet mit voller Kraft am Ausbau des Privatkundengeschäfts. Die Online-Tochter Marcus kündigte zuletzt die Übernahme des Fintechs Clarity Money an. Damit hat Marcus seine Kundenbasis auf 1,5 Millionen verdreifacht.

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