US-Investmentbank
Goldman Sachs überrascht mit hohem Gewinn

Das umstrittene Institut fährt einen überraschend hohen Gewinn ein. Im zweiten Quartal steht ein Plus von fast einer Milliarde Dollar. Rückgänge im Fusionsgeschäft und Aktienhandel werden an anderer Stelle ausgeglichen.
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Frankfurt/New YorkDie US-Investmentbank Goldman Sachs hat das zweite Quartal mit einem überraschend hohen Gewinn abgeschlossen. Goldman Sachs musste angesichts des eingetrübten Geschäfts in vielen Bereichen zwar einen Rückgang des Nettoergebnisses um elf Prozent auf 962 Millionen Dollar hinnehmen. Das war deutlich aber immer noch mehr als Analysten der Bank zugetraut hatten.

Goldman Sachs machte den Einbruch im Beratungsgeschäft der Fusionen und Übernahmen sowie im Aktiengeschäft mit starken Zuwächsen im Renten-, Devisen- und Rohstoffgeschäft im Vergleich zum Vorjahr beinahe wett.

Die Erlöse gingen im zweiten Quartal um neun Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zurück, doch auch hier hatten die Experten mit einem stärkeren Minus gerechnet. Goldman Sachs senkte die Kosten um acht Prozent, allein der Personalaufwand ging um neun Prozent zurück. Weitere Kostensenkungsmaßnahmen seien in Vorbereitung, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Im Vergleich zum ersten Quartal halbierte sich der Überschuss. Die neuen Sorgen um die Weltwirtschaft und die Eurokrise haben vielen Anlegern die Lust am Investieren verdorben. Das macht auch Milliarden-Übernahmen und Börsengänge schwierig, bei denen Goldman normalerweise viel Geld verdient. Der Wall-Street-Gigant hat seit langem damit zu kämpfen, dass angesichts der Unsicherheiten die Gewinne nicht mehr so wie vor der Finanzkrise sprudeln.

Die Goldman-Sachs-Aktie kletterte in New York vorbörslich um 2,9 Prozent und zog auch andere Banktitel mit nach oben. Papiere der Deutschen Bank machten ihre vorherigen Kursverluste beinahe wett.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Investmentbank: Goldman Sachs überrascht mit hohem Gewinn"

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  • Lloyds, wenigstens habt ihr ein gutes Polster, um evtl. Forderungen, aus welcher Richtung auch immer, Ausgleich bieten zu können. Ich fürchte nur keinen NormalFall, da wäre ein Konkurs programatischer die bessere Alternative. Was jedoch ebenso Bestand haben sollte, Berufsverbot für Durchstecher, wie auch Korrupte. Nur so wird die Bedienerfreundlichkeit ihre Werte verlieren.

  • Die Beute (Gewinn) gehört eigentlich den Steuerzahlern.

  • Gewinn, ja, aber nur wenn die LIBOR Sätze und die Basiswerte der Derivate dort bleiben wo sie "hingehören"!

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