US-Investor
Lone Star setzt IKB-Verkaufsprozess aus

Zwar meldeten sich regelmäßig mögliche Käufer bei Lone Star - doch so richtig kommt der US-Investor bei seinem geplanten Verkauf der Mittelstandsbank nicht voran. Das liege allerdings nur an den Rahmenbedingungen.
  • 1

BerlinDer US-Investor Lone Star kommt beim angestrebten Verkauf der Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB nicht voran. Nachdem die französische BNP Paribas 2011 das Interesse an der IKB verloren habe, gebe es derzeit keinen Verkaufsprozess, sagte der Lone-Star-Europa-Chef Bruno Scherrer der "Financial Times Deutschland" laut Vorab-Bericht.

Es sei "momentan keine sehr gute Zeit", um ein Geldinstitut zu verkaufen. Allerdings meldeten sich regelmäßig potenzielle Käufer bei Lone Star. "Unter den richtigen Rahmenbedingungen wäre der Deal in jedem Fall möglich."

Lone Star hatte 2008 die Mehrheit an der IKB von der staatlichen KfW übernommen. 2010 war dann ein Verkaufsprozess gestartet worden. Im Geschäftsjahr 2011/12 (Ende März) wies die IKB infolge der europäischen Staatsschuldenkrise 517 Millionen Euro Verlust aus. Die Kernkapitalquote sank von 11,2 auf 9,4 Prozent. Ob Lone Star bereit wäre, Kapital nachzuschießen, ließ Scherrer im FTD-Gespräch offen: „Dieser Frage widmen wir uns erst dann, wenn sie sich gegebenenfalls stellt.“ Die Düsseldorfer Mittelstandsbank sei fundamental gesund, betonte Scherrer, der zugleich auch der Aufsichtsratsvorsitzende der IKB ist. „Der Großteil der Probleme liegt hinter uns. Die Kreditausfallraten im Mittelstandsgeschäft sind historisch niedrig.“ Der Umfang der genutzten Bundesgarantien werde weiter sinken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Investor: Lone Star setzt IKB-Verkaufsprozess aus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wir erinnern uns an den Schnellschuss von Steinbrück und Klos. Vorfällen erinnern uns an die Angaben von den beiden Haudegen vor laufender Kamera, wonach strengstes Stillschweigen mit dem Investor vereinbart worden sei.

    Vor den jüngsten Vorfällen sollte in diesem Punkt noch einmal nachgefasst werden. Die Analogie zum Fall Mappus drängt sich auf.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%