US-Regierung pocht auf stärkere Kontrolle: Freddie und Fannie bleiben unter Druck

US-Regierung pocht auf stärkere Kontrolle
Freddie und Fannie bleiben unter Druck

Die US-Regierung will die Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae stärker kontrollieren. Finanzstaatssekretär Brian Roseboro sagte am Montag in Washington weiter, die Aufsichtsbehörden müssten mit dem starken Wachstum der Institute Schritt halten.

egl BERLIN. Damit äußerte sich Roseboro ähnlich wie US-Notenbankchef Alan Greenspan vergangene Woche im Kongress. Greenspan hatte sich den Kritikern angeschlossen, die bei einer Krise der beiden Institute einen Domino-Effekt auf den Finanzmärkten befürchten. Aber sein Vorschlag, den Expansionsdrang von Freddie Mac und Fannie Mae zu zügeln, stößt wiederum auf Expertenkritik. Die öffentliche Debatte über die Spezialinstitute mit dem öffentlichen Auftrag, die Immobilienfinanzierung zu erleichtern, hat zumindest bei ausländischen Anlegern Wirkung gezeigt: Sie kauften 2003 deutlich weniger Anleihen der staatlich geförderten Institute (Government Sponsored Enterprises, GSE).

Mit der Forderung nach Deckelung der ausufernden Verschuldung von Fannie und Freddie zog Greenspan vergangene Woche im Kongress die Notbremse. Diese Spezialinstitute würden dank ihres öffentlichen Auftrags und der damit verbundenen impliziten staatlichen Unterstützung in einem für das gesamte Finanzsystem problematischen Maße Verschuldungshebel betätigen. Das Tempo ihrer Verschuldung könne nicht so weiter gehen, sagte Greenspan. Eine immer dringendere Konsolidierung müsse bei den Bilanzen ansetzen.

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