US-Tochterunternehmen des Versandhändlers schuldet hohen Millionenbetrag Berliner Bankgesellschaft verklagt Milliardär Michael Otto

Die Berliner Bankgesellschaft hat den Hamburger Milliardär Michael Otto vor dem Hamburger Landgericht verklagt. Das Geldhaus fordert vom dem „Manager des Jahres“ (Manager Magazin) zusätzliche Garantien für Kredite an den US-Versandhändler Spiegel.

lip/ms/tmo NEW YORK/HAMBURG. Die Klage bringt den Chef des Otto-Versandhauses unter Druck. Spiegel gehört zu 89 Prozent der Otto-Familie, die sämtliche Stimmrechte hält. Die Firma zählt zu den fünf größten US-Versandhäusern und steht unter Gläubigerschutz nach Kapital elf des US-Konkursrechts.

Otto verhandelt seit Monaten über einen Rettungsplan für Spiegel. Allerdings verfolgen die 18 Gläubigerbanken eine harte Linie. „Otto soll für Spiegel gerade stehen“, sagte ein Vertreter einer Gläubigerbank. Doch rechtlich ist die US-Beteiligung von der Otto-Gruppe klar getrennt. Der Gläubigerausschuss, in dem mehrere Kreditgeber zusammengeschlossen sind, droht mit einem Rechtsstreit in den USA. Gegen den Versandhändler Spiegel ermittelt zudem die US-Finanzaufsicht SEC.

Dass eine Bank Kunden wie Otto vor Gericht zieht, geschieht äußerst selten. Andere Institute wollen die Geschäftsbeziehungen zu den Ottos nicht gefährden. Die Familie zählt mit einem geschätzten Vermögen von acht Milliarden Euro zu den reichsten Dynastien Deutschlands.

Die Bankgesellschaft Berlin hingegen baut ihr Geschäft außerhalb der Kernregion Berlin-Brandenburg stark ab. „Deshalb stand wohl weniger auf dem Spiel bei einer Klage“, sagte ein Vertreter einer anderen Bank in New York. Nach Informationen aus US-Finanzkreisen schuldet Spiegel der Bankgesellschaft und deren Tochter Berliner Bank bis zu 60 Millionen Dollar.

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