US-Versicherer
AIG zahlt dem Staat Geld zurück

Den amerikanischen Steuerzahler wird es freuen, dass AIG Geld zurückzahlt. AIG will Aktien von der US-Regierung kaufen und Kredite zurückzahlen. Das Geld dafür stammt aus dem Verkauf von AIGs Asien-Tochter.
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WashingtonDie US-Regierung will ihre Mehrheitsbeteiligung an dem in der Finanzkrise geretteten Versicherungsriesen AIG reduzieren und Aktien im Wert von sechs Milliarden Dollar verkaufen. Zudem einigte sich das Finanzministerium mit der einst weltgrößten Assekuranz nach Angaben vom Mittwoch auf die Rückzahlung weiterer Staatshilfen im Volumen von 8,5 Milliarden Dollar. AIG war nach riskanten Wertpapiergeschäften im Herbst 2008 kollabiert und musste mit 182 Milliarden Dollar gerettet werden. Die Rettung ist in der Bevölkerung hoch umstritten - deshalb ist der Regierung im Wahljahr daran gelegen, das Kapitel so weit wie möglich hinter sich zu
bringen.

Der Aktienverkauf wird den Anteil des Staates voraussichtlich auf 70 von bislang 77 Prozent reduzieren, wie eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Die gesamte Aktion soll den Wert des Staatsanteils auf rund 42 Milliarden Dollar drücken. Von den Aktien will AIG selbst rund drei Milliarden Dollar übernehmen. Weil der Aktienkurs seit Jahresanfang um mehr als ein Viertel gestiegen ist, könnte die Regierung ihre Anteile sogar ohne Verlust loswerden.

AIG reduzierte in dieser Woche zur Rückzahlung der Hilfen seine lukrative Beteiligung an der asiatischen AIA Group für sechs Milliarden Dollar. AIG musste nach dem Kollaps sein Tafelsilber weitgehend verkaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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