US-Versicherer
Teilverstaatlichte AIG legt einen Gewinnsprung hin

Der teilverstaatlichte US-Versicherer AIG hat im ersten Quartal knapp zwei Milliarden Dollar mehr verdient als vor einem Jahr. Damit übertraf AIG die Markterwartungen, ließ an der Börse aber dennoch nach.
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New York/MünchenDie Rahmenbedingungen für Versicherer sind gut: Nur wenige Großschäden und steigende Börsenkurse haben so auch dem US-Branchenriesen AIG einen guten Jahresauftakt beschert. Die einst weltgrößte Assekuranz, die in der Finanzkrise kollabierte und vom Staat gerettet werden musste, konnte im ersten Quartal ihren Nettogewinn auf 3,2 (Vorjahr 1,3) Milliarden Dollar mehr als verdoppeln, wie das Unternehmen gestern Abend nach Börsenschluss an der Wall Street mitteilte. Mit seinen Zahlen übertraf der Konzern die Markterwartungen. Die AIG-Aktie ließ trotzdem nachbörslich ein Prozent Federn.

Besonders spürbar war der Aufschwung in der Schaden- und Unfallsparte Chartis. Hier verdiente AIG eine Milliarde Dollar (Vorjahr: 424). Das verheerende Erdbeben in Japan hatte im Vorjahresquartal alle großen Versicherer in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise, etwa bei den führenden Rückversicherern Münchener Rück und Swiss Re, gab es tiefrote Zahlen. Dementsprechend positiv fällt nun die Veränderung aus. Denn große Schäden gab es von Januar bis März kaum. Für viele europäische Anbieter ist die Havarie des Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ im Mittelmeer die größte Einzelbelastung gewesen. Der AIG-Lebensversicherer Sun America wies ein Gewinnplus von acht Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar aus. Hier machten sich unter anderem die steigenden Aktienkurse bemerkbar.

AIG bestätigt den Branchentrend: So haben vor allem die Rückversicherer wieder ordentlich Geld verdient. Bei der Swiss Re war es gut eine Milliarde Dollar, beim Branchenprimus Münchener Rück blieben im Auftaktquartal unter dem Strich mehr als 750 Millionen Euro hängen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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