Verfahren darf weitergehen

Deutsche Bank unterliegt wieder im Kirch-Rechtsstreit

Deutschlands größte Bank und die Erben von Leo Kirch streiten im elften Jahr vor Gericht um Schadenersatz. Nun geht der Prozess weiter, selbst wenn der BGH noch nicht über einen Antrag der Bank entschieden hat.
Update: 13.06.2013 - 19:42 Uhr 6 Kommentare
Aktenordner während einer früheren Verhandlung im Rechtsstreit Deutsche Bank gegen die Erben von Leo Kirch. Quelle: dpa

Aktenordner während einer früheren Verhandlung im Rechtsstreit Deutsche Bank gegen die Erben von Leo Kirch.

(Foto: dpa)

MünchenDie Deutsche Bank hat im Dauerstreit mit den Erben von Leo Kirch erneut eine Schlappe vor Gericht erlitten. Das Oberlandesgericht München (OLG) entschied am Donnerstag auf Antrag der Kirch-Seite, dass trotz einer Beschwerde der Bank beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das Verfahren weiter gehen kann.

Das OLG hatte das Geldhaus im Dezember 2012 zu Schadenersatz für die Pleite von Kirchs Medienkonzern 2002 verurteilt, die Höhe aber offen gelassen. Gutachter sollen nun im Rahmen eines sogenannten Betragsverfahrens die mögliche Schadenshöhe ermitteln.

Die Bank wollte im Gegensatz zur Kirch-Seite erreichen, dass dieses Verfahren bis zu einer Entscheidung des BGH pausiert. Das OLG hatte in seinem Urteil im Dezember eine Revision nicht zugelassen und dagegen hatte die Bank beim BGH eine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt.

Bis über diese Beschwerde entschieden sei, müsse das aufwendige und teure Gutachterverfahren warten, meinte die Bank. Denn im Erfolgsfall für die Bank sei dieser Teil des Prozesses ohnehin überflüssig. Das Gericht folgte dieser Argumentation allerdings nicht.

Streit über Gutachter
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6 Kommentare zu "Verfahren darf weitergehen: Deutsche Bank unterliegt wieder im Kirch-Rechtsstreit"

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  • Die Zeit nach Herrhausen darf und muss sogar für die Deutsche Bank als verlorene Zeit bezeichnet werden.

  • Alles nur Großbanken! Wenn die nicht wissen was sie tun, wer dann? Kirch war nicht überschuldet, sonst hätten die Hauptgeldgeber dem Kirch schon längst die Firmen abgenommen, so einfach ist das.

  • @Ovid
    und ein Bundesbürger der sich so verschuldet das er irgendwann seine Schulden nicht mehr zurück zahlen kann und Insolvenz anmeldet hat diese "Ethischen Grundwerte" die Sie mir absprechen.Haben Sie schon mal an die Gläubiger gedacht bei Ihren Überlegungen.

  • Einem Bundesbürger die Kreditwürdigkeit absprechen, einfach so, öffentlich, ohne echte Beweise, denn die hatte Breuer ja nicht, ist wie eine Vorverurteilung vor dem Gerichtsverfahren - kriminell. Seine Bank hätte gerne viel mehr mit Leo Kirch gemacht, wie wir wissen. GORDONGECKO Ihr ANONYM gibt schon die richtige Antwort. Im Film geht Gecko ja über Leichen, Sie aber müssen noch einmal zur Schule gehen und den Kurs "Ethische Grundwerte" belegen, denn da haben Sie ein riesiges Loch im Speicher.

  • Gordongecko
    Dem kann man nicht beipflichten. Wer macht denn die größten Schulden, die Banker. Ohne den Aktionären, würde eine Bank nicht überleben, Ausnahmen bestätigen die Regel, wie das angesehene Bankhaus Metzler & Co in Frankfurt am Main.
    Ausserdem liegt es an den Banken, wenn sie Geld anderen in die Hose stopfen, denn für die Vermittlung verdienen die Bankvorstände steuerfreie Provisionen, siehe den Fall Dr. Schneider. Dem Dr. Schneider wurde auch das Geld hinter von den Bankern und die haben dann das Unschuldslamm gespielt, weil sie sich nicht daran erinnern konnten, wie hoch die Provisionen waren. Doch Schneider musste wegen Betruges ins Gefängnis, nicht wegen der Rückzahlung von Krediten, sondern wegen ausstehenden Zahlungen an Handwerker und anderen Beteiligten Firmen. Es war Peanuts !!!!

  • meiner Meinung nach sollte man Herrn Breuer dankbar sein für seine Aussagen, wer weiß wie lange dieser größenwahnsinnige Herr Kirch sein Spiel (Schuldenmachen) weiter getrieben hätte.
    Es sollte öfter mal ein Bänker den Arsch in der Hose haben und öffentlich einem völlig überschuldeten Unternehmen/Staat/Privatmann die Kreditwürdigkeit absprechen.

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