Verhandlungen: Commerzbank und Dresdner auf der Zielgeraden

Verhandlungen
Commerzbank und Dresdner auf der Zielgeraden

Commerzbank, Allianz und die Dredner Bank verhandeln fieberhaft über Hilfen. Offenbar führen die Elefantenrunden bald zu einem Ergebnis: Die Institute stehen kurz vor einer Einigung mit dem Rettungsfonds Soffin.

FRANKFURT/BERLIN/DÜSSELDORF. Die Verhandlungen über staatliche Hilfen für die Dresdner Bank sind in den letzten Zügen. Auch gestern führten Noch-Eigentümer Allianz, der künftige Eigentümer Commerzbank und der Banken-Rettungsfonds Soffin Gespräche. An diesen waren der Chef der Finanzaufsichtsbehörde BaFin, Jochen Sanio, Commerzbank-Chef Martin Blessing und Allianz-Chef Michael Diekmann direkt beteiligt.

Am kommenden Montag soll der Lenkungsausschuss des Soffin nach Informationen des Handelsblatts endgültig über die Hilfen entscheiden. Bereits heute könnten jedoch erste Details bekannt gegeben werden.

Noch liege dem Rettungsfonds weder von der Commerzbank noch von der Dresdner Bank ein Antrag vor, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums in Berlin. Er schloss jedoch nicht aus, dass solche eingereicht werden könnten. Nach Informationen des Handelsblatts konzentrieren sich die Verhandlungen auf die Dresdner Bank. Dabei werden Eigenkapitalhilfen und der Aufkauf von Wertpapieren diskutiert. Auch Noch-Eigentümer Allianz soll Zugeständnisse machen. Die Gewerkschaft Verdi würde staatliche Hilfen für die Dresdner Bank begrüßen. „Wenn staatliche Hilfen erforderlich sind, muss der Staat eingreifen“, sagt Verdi-Bankensprecher Jörg Reinbrecht. „Für uns ist es wichtig, dass die neue Commerzbank anfängt zu leben.“ Die Übernahme sei in ihrem jetzigen Stadium nicht mehr zurückzudrehen. Der Staat müsse aber, wenn er helfe, sicherstellen, dass er entsprechenden Einfluss in dem fusionierten Institut habe und unter anderem bei der Beschäftigungspolitik mitreden könne.

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