Verkauf an LGT geplatzt
Bafin zerschießt Deutscher Bank den BHF-Deal

Monatelang hat die Deutsche Bank mit der liechtensteinischen LGT verhandelt. Doch nun scheiterte der Verkauf der BHF-Bank noch buchstäblich in letzter Sekunde - am Widerstand der Bankenaufseher der Bafin.
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FrankfurtDie Deutsche Bank bleibt überraschend auf der BHF-Bank sitzen. Offenbar in letzter Minute stoppten die Bankenaufseher der Bafin den Verkauf der Tochter an die liechtensteinische Fürstenbank LGT, obwohl sich Käufer und Verkäufer nach einem monatelangen Hin und Her endlich geeinigt hatten.

Einen neuen Anlauf zum Verkauf der Frankfurter BHF mit 1500 Mitarbeitern will die Deutsche Bank nicht nehmen, wie das Institut am Montag mitteilte. Im Zuge der nun geplanten Eingliederung in den Konzern drohen der BHF stärkere Einschnitte als unter der LGT. Der Eigenhandel, das Investment-Banking und das internationale Kreditgeschäft dürften keine Zukunft haben.

Deutsche Bank und LGT nannten den Widerstand der Aufsicht gegen die Übernahme als einen Grund für das Scheitern. "Es gab ein Inhaber-Kontrollverfahren, bei dem die Herkunft der Mittel für den Erwerb und die Zuverlässigkeit des Erwerbers geprüft wurden", bestätigte ein Sprecher der Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Montag. In Bankkreisen hieß es, die Bankenaufseher hätten immer wieder neue Bedenken geäußert, die letztlich nicht mehr auszuräumen gewesen seien.

Die LGT war in der Steueraffäre um den früheren Post-Chef Klaus Zumwinkel in Deutschland in Misskredit geraten. Mit der Zahlung von 50 Millionen Euro an die deutsche Staatskasse hatte sie Ende 2010 einen Schlussstrich unter den Vorwurf ziehen wollen, sie habe deutschen Millionären geholfen, Steuern zu hinterziehen. Mit der BHF und deren Namen wollte sich die LGT stärker in Deutschland verwurzeln, nachdem es ihr wie den Schweizer Banken zunehmend schwerer fällt, deutsche Millionäre ins Ausland zu locken. Eine andere Bank in Deutschland habe sie nicht im Auge, sagte ein Insider.

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  • Wenn die Bafin kurze Zeit vor der geplanten Vertragsunterzeichnung den Verkauf stoppt ist das eine Machdemonstration gegenüber der größten Deutschen Bank. Nicht nur der Bank, sondern auch den Aktionären entgehen so ca. 600 Mio. Euro an. Gewinn. Die Bank sollte sich solch eine Vorgehensweise nicht ohne weiteres gefallen lassen

  • Wenn die Bafin kurze Zeit vor der geplanten Vertragsunterzeichnung den Verkauf stoppt ist das eine Machdemonstration gegenüber der größten Deutschen Bank. Nicht nur der Bank, sondern auch den Aktionären entgehen so ca. 600 Mio. Euro an. Gewinn. Die Bank sollte sich solch eine Vorgehensweise nicht ohne weiteres gefallen lassen. Ulrich Groeschel, Hamburg

  • Alles was die DEUTSCHE BANK verkauft, ist mit Vorsicht zu geniessen.
    Das gilt für Produkte sowie für Beteiligungen !

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