Verkauf der HSH Nordbank
Länder verlangen angeblich hohe Ausgleichszahlung für Garantie

Hamburg und Schleswig-Holstein haben die HSH Nordbank mit einer Landesgarantie vor dem Zusammenbruch gerettet. Nun verlangen die Länder in den Verhandlungen über einen Verkauf angeblich eine hohe Ausgleichszahlung.
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HamburgIn den Verhandlungen über einen Verkauf der HSH Nordbank fordern Hamburg und Schleswig-Holstein einem Insider zufolge eine Ausgleichszahlung für die von ihnen bereitgestellte Landesgarantie. „Es gibt diese Forderung“, sagte eine Person mit Kenntnis der Beratungen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Der „Spiegel“ berichtete vorab, die Länder forderten insgesamt 100 Millionen Euro. Insider glaubten allerdings, dass 40 Millionen als Ausgleich ausreichen würden. Die Forderung nach 100 Millionen könne Interessenten abschrecken, die für die Bank böten.

Die Hamburger Finanzbehörde und das Kieler Finanzministerium wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Die HSH Nordbank bezahlt hohe Gebühren für die Landesgarantie, mit der Hamburg und Schleswig-Holstein das Geldhaus vor einigen Jahren vor dem Zusammenbruch gerettet haben. Wenn die Garantie bei einem Verkauf des Geldhauses aufgelöst wird, muss ein Ausgleich dafür gefunden werden, dass keine Prämien mehr fließen. Um die Höhe wird derzeit gefeilscht.

Die Landesbank war in der Finanzkrise und später durch die Schiffskrise in schweres Fahrwasser geraten und musste von ihren Landeseignern gerettet werden. Als Auflage der EU muss sie im Gegenzug für die staatliche Hilfe bis Ende Februar 2018 verkauft werden. Die Angebotsfrist läuft Ende Oktober aus. Finanzkreisen zufolge gibt es eine Handvoll Interessenten, zu denen US-Beteiligungsgesellschaften wie Apollo und Cerberus gehören sollen. Auch Christopher Flowers, der bereits gut fünf Prozent an der Bank hält, ist laut Insidern interessiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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