Verkauf von Aktienpaket Münchener Rück stößt Allianz ab

Die Entflechtung von Münchener Rück und Allianz geht weiter. Der Rückversicherer hat 11,4 Millionen Aktien des Erstversicherers abgestoßen und hält jetzt nur noch „knapp unter 5 Prozent“ der Anteile, wie ein Sprecher sagte. Zuvor waren es acht Prozent.

HB LONDON/FRANKFURT. Die Aktien seien zu einem „marktnahen Preis“ verkauft worden, der Veräußerungserlös habe ungefähr eine Milliarde Euro betragen, sagte der Sprecher der Münchener Rück weiter. Angaben zu einem eventuellen Buchgewinn - der Differenz von Einkaufs- zu Verkaufspreis der Aktien - machte er nicht.

HVB-Analyst Lucio di Geronimo schätzte den Buchgewinn für die Münchener Rück aus dem jetzigen Allianz-Verkauf auf mehr als 500 Millionen Euro. Es handele sich um sehr alte Aktien aus dem Besitz der Münchener Rück AG, so dass der Buchgewinn voll auf den Gewinn durchschlage. Er schätzte den Buchgewinn auf eine Größenordnung von etwa 50 Euro je Aktie.

Das Aktienpaket hat die Investmentbank Goldman Sachs platziert. Die Allianz-Titel seien Investoren in einer Preisspanne von 98,80 bis 99,25 Euro angeboten, sagten Händler in London und Frankfurt am Dienstag. Die Titel der Allianz waren am Montag bei 99,31 Euro aus dem Handel gegangen.

Die Transaktion solle im Laufe des Tages abgeschlossen werden. Der Sprecher ließ offen, ob der Rückversicherer mit der Platzierung bei der Allianz eine angestrebte Beteiligungshöhe erreicht hat, oder ob weitere Verkäufe denkbar sind.

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