Verkleinerung
Société Générale laufen Investmentbanker weg

Die Société Générale will ihre Investment-Sparte reduzieren. Doch statt einem teuren Stellenabbauprogramm hat französische Großbank nun ein ganz anderes Problem: Viele Mitarbeiter gehen freiwillig - zu viele.
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ParisMuss ein Unternehmen sich verkleinern, freut es sich über jeden Mitarbeiter, der ein Angebot zum freiwilligen Ausscheiden aufgreift. Unangenehm wird es allerdings, wenn plötzlich sehr viel mehr Angestellte um ihre Papiere bitten, als eigentlich beabsichtigt war, wie es jetzt der französischen Socíeté Générale geschieht. Die will im Zuge der Verkleinerung ihres Investment-Bankings 880 Stellen in Frankreich abbauen und trifft offenbar auf eine fast dreimal so große Zahl von Angestellten, die nicht an ihrem Posten kleben.

Diese Zahl jedenfalls hat ein Gewerkschaftsvertreter der Wirtschaftszeitung „Les Echos“ genannt, und sie wird von der Bank nicht dementiert. Der Delegierte der gemäßigten Arbeitnehmervertretung CFDT weist darauf hin, dass sich nicht nur rund doppelt so viele Mitarbeiter im Investment-Banking für das finanziell abgefederte Ausscheiden interessieren, als Stellen abgebaut werden sollen: Auch Kollegen aus ganz anderen Sparten der Bank, bei denen keine Reduzierung des Personals geplant sei, wollten auf das Angebot zugreifen. „Das ist ein Zeichen für die äußerst schlechte Stimmung in der Bank“, klagt der CFDT-Mann.

Société Générale selbst will davon nichts wissen. Offiziell verzichtet die Bank auf jede Stellungnahme. Wie zu erfahren ist, soll nicht jeder, der sich bei dem extra eingerichteten „Mobilitäts-Pool“ melde, tatsächlich entschlossen sein zu gehen. Mancher stelle einfach nur eine unverbindliche Überlegung an und wolle sich umhören, was es für Bedingungen gebe, andere interessierten sich für einen anderen Job im Unternehmen.

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Investment-Banking soll eingeschränkt werden

Kommentare zu " Verkleinerung: Société Générale laufen Investmentbanker weg"

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  • Die dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren und sollen ihren Eigenhandel wiederbeleben.Dadurch kommen endlich wieder Milliardengewinne rein,höchste Zeit mich dort zu bewerben.

  • http://www.goldmet.com/category/privatbanken-news-hans-otto-milliarden-geschaft-fur-privatbanken-banken

  • @ Anonymer Benutzer: Ganz einfach, weil die Kündigung oft mit einem Golden Handshake einhergeht, also einem besonderen "Zuckerl" zum Abschied. Das hat man nicht wenn man von selbst geht. Daher taktieren im Regelfall viele Angestellte und warten bis sie "gegangen werden" um von diesem Programm zu profitieren...

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