Vermögensverwaltung
Schweizer UBP übernimmt Private Banking von Lloyds

Der Schweizer Vermögensverwalter Union Bancaire Privee übernimmt das Private-Banking-Geschäft der britischen Lloyds. Das Genfer Institut verlor massiv Kunden und will mit dem millionenschweren Kauf gegensteuern.
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Zürich/LondonDer Schweizer Vermögensverwalter Union Bancaire Privee (UBP) setzt seine Akquisitionstour fort. Das Genfer Institut übernimmt das internationale Private Banking der britischen Lloyds, wie UBP am Mittwoch mitteilte. UBP könne die bisher verwalteten Vermögen von 83,2 Milliarden Franken damit um weitere gut zehn Milliarden Franken steigern. Lloyds erhält 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro) in bar für das Geschäft.

UBP hatte im Zuge der Finanzkrise fast die Hälfte der verwalteten Vermögen eingebüßt, die sich 2007 noch auf 135 Milliarden Franken beliefen. Seit zwei Jahren steuert die in Privatbesitz stehende Firma mit Zukäufen gegen. So hatte UBP das Private Banking von ABN Amro, den Pariser Asset Manager Nexar und Teile des Schweizer Geschäfts von Santander übernommen. Mit dem Zukauf von Lloyds kann UBP die Position in der Schweiz sowie im Nahen Osten und in Lateinamerika verbessern und erhält mit Monaco und Gibraltar zusätzliche Geschäftsstellen.

Lloyds ist dabei, Vermögenswerte zu verkaufen, um das Kapital zu stärken. Die teilweise in Staatsbesitz stehende Bank kündigte zudem den Rückzug aus Südafrika an. Investmentbanker gehen davon aus, dass in Zukunft noch weitere ausländische Bankkonzerne ihre Schweizer Vermögensverwaltungs-Töchter verkaufen werden. Vielen von ihnen leiden angesichts des stärkeren Drucks auf Steuerhinterzieher unter Geldabflüsse und einer ungenügenden Rentabilität.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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