Versicherer belastet Rekordschaden nach Großbrand bei Thyssen-Krupp

Nach dem Großfeuer in einem Walzwerk von Thyssen-Krupp könnte auf die Versicherer des Stahlkonzerns ein einem Pressebericht zufolge mit 325 Mill. Euro belasten. Dabei handele es sich um den höchsten Feuerschaden in der Geschichte der deutschen Assekuranz.

HB FRANKFURT. Die betroffenen Assekuranzen - darunter HDI, Allianz und Zurich - hätten diesen Betrag für den Schaden zurückgestellt, berichtete die „Financial Times Deutschland“ am Freitag ohne Quellenangabe. Zugleich zitierte das Blatt einen mit der Angelegenheit vertrauten Versicherer mit den Worten: „Die Versicherer reservieren vorsichtig, oft stellt sich in der Abwicklung heraus, dass der tatsächlich gezahlte Schaden niedriger ist.“

Zerstörte Maschinen und Gebäude machten nach Assekuranzangaben nur ein Drittel des Schadens aus, schreibt die Zeitung weiter. Der größte Teil stamme aus der Betriebsunterbrechung.

Der Sprecher von Thyssen-Krupp Stainless in Duisburg sagte lediglich, die Gespräche zur Schadenshöhe seien noch nicht abgeschlossen. „Deshalb können wir zur genannten Summe keine Angaben machen“, fügte er hinzu. Zurich lehnte einen Kommentar ab. Die zu Talanx gehörende HDI sowie die Allianz waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bei Thyssen-Krupp haben sich dem Bericht zufolge wegen des Schadens Prämien und Selbstbehalt verdoppelt. Der Konzern müsse nun rund sechzig Mill. Euro jährlich für seine Feuerversicherung zahlen, hieß es. Im Juni hatte ein Brand bei der ThyssenKrupp-Tochter Nirosta in Krefeld zwei Produktionslinien zerstört und für monatelange Ausfälle gesorgt.

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