Versicherer
Pimco belastet die Allianz

Fast 22 Milliarden Euro haben die Anleger der Allianz-Tochter Pimco abgezogen - und damit auch das Ergebnis des Versicherungsriesen belastet. Trotzdem sei der Jahresstart ermutigend, verkündet die Allianz.
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FrankfurtDie US-Fondstochter Pimco hat der Allianz auch zu Jahresbeginn wenig Freude bereitet. Unter dem Strich zogen Kunden von dem Fondshaus im ersten Quartal fast 22 Milliarden Euro ab, wie Europas größter Versicherer am Mittwoch einräumte. Das bringt den einstigen Gewinnmotor Vermögensverwaltung immer mehr ins Stottern. Weil Sach- und Lebensversicherung mehr ablieferten, blieb der Rückgang des operativen Konzernergebnisses mit drei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro begrenzt. Finanzchef Dieter Wemmer bekräftigte, die Allianz sei auf Kurs, im Gesamtjahr 9,5 bis 10,5 (2013: 10,1) Milliarden Euro zu erreichen. Da das Quartalsergebnis fast an den Rekordwert des Vorjahres heranreichte, sprach Wemmer von einem ermutigenden Start ins neue Jahr. Auf den Rest des Jahres 2014 sei die Allianz gut vorbereitet, betonte er.

Pimco hängt seit mehreren Quartalen wie ein Mühlstein am Hals der erfolgsverwöhnten Allianz. Der in Kalifornien ansässige Vermögensverwalter, der seit 2000 zur Allianz gehört, muss seit einem Jahr milliardenschwere Mittelabflüsse verschmerzen. Hinzu kamen Querelen an der Spitze. Große Kunden in den USA stellen die Zusammenarbeit auf den Prüfstand. Vor allem der Flaggschiff-Fonds Total Return verliert Anleger, weil er unter den Erwartungen blieb. Das bremst die Vermögensverwaltung im Konzern, was Großinvestoren der Allianz zunehmend Sorgen macht, wie sich auf der Hauptversammlung in der letzten Woche zeigte.

Die Erwartungen an die Vermögensverwaltung, zu der auch die AGI gehört, hat die Allianz für 2014 schon gesenkt. Doch der Einbruch im Auftaktquartal war deutlich: Der operative Gewinn der Sparte schrumpfte um mehr als ein Viertel auf 646 Millionen Euro. Das für Dritte verwaltete Vermögen blieb mit rund 1,3 Billionen Euro nur stabil, weil sich die Märkte gut entwickelten. In der Schaden- und Unfallversicherung steigerte die Allianz das Ergebnis um 13 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, weil es wenig Belastungen aus Naturkatastrophen gab. „Ähnlich niedrige Auswirkungen aus Naturkatastrophen können wir zwar nicht jedes Quartal erwarten“, betonte Wemmer. „Aber die Schäden sind auch insgesamt gesunken und dies stimmt mich zuversichtlich.“ Die Lebens- und Krankenversicherung verbuchte ein starkes Neugeschäft und lieferte ein Ergebnis von 880 Millionen Euro ab, ein Plus von drei Prozent. Wie andere Anbieter hatte die Allianz wegen der Zinsflaute ihre Lebensversicherungen überarbeitet und bietet neue Produkte an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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