Versicherung
Talanx drängt in die Schwellenländer

Der Versicherungskonzern sieht seine Wachstumszukunft vor allem in Lateinamerika und Osteuropa. Die Hälfte der Prämien sollen bald aus dem Ausland kommen.
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Der Versicherungskonzern Talanx will künftig vor allem in der Fremde wachsen. "Unser Ziel ist: 50 Prozent der Talanx-Prämien in der Erstversicherung sollen aus dem Ausland kommen", sagte Vorstand Torsten Leue im Gespräch mit dem Handelsblatt. 

Seit vergangenem September verantwortet der ehemalige Allianz-Manager mit 2,2 Milliarden Euro etwa ein Zehntel der Talanx-Einnahmen. Das entspricht derzeit rund 30 Prozent der Prämien, die der Konzern mit Privatkunden einnimmt. Leues Ziel ist bewusst ambitioniert gewählt. Doch unrealistisch sei es nicht, sagt er. Vor allem in Brasilien erwartet er ein kräftiges Wachstum. "In unseren Zielmärkten in Lateinamerika und Osteuropa sind bis 2015 etwa 70 Milliarden Euro an Prämien neu zu verteilen", sagt er. Einen guten Teil davon will er in seinen Konzern ziehen. 

Dass dies gelingen kann, bestätigen die Erfolge der Vergangenheit: 2005 verwaltete der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern im Ausland erst 4,2 Millionen Verträge. Im vergangenen Jahr waren es mit 9,6 Millionen mehr als doppelt so viele.

Drei Gründe nennt er, warum das so weiter gehen könnte: Die Bruttobeitragseinnahmen in Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa würden um über zehn Prozent wachsen. Das Bevölkerungs- und Einkommenswachstum sowie viele junge Kunden seien grundsätzlich vorteilhaft für Versicherer. Und schließlich seien die Menschen in diesen Ländern deutlich unterversichert.

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