Versicherung
Uniqa macht trotz Ukraine-Krise Gewinne

Die Ukraine-Krise geht nur an den wenigsten Unternehmen vorbei. Der Versicherungskonzern Uniqa ist in Zentral- und Osteuropa vertreten – und verzeichnet trotzdem steigende Gewinne in der Ukraine und in Russland.
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WienDie Krise in der Ukraine kann dem Versicherer Uniqa bislang nichts anhaben: Während andere Firmenchefs sorgenvoll Richtung Osten blicken, verbucht der österreichische Konzern in der Ukraine und Russland weiterhin zweistellige Wachstumsraten, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. „Wir spüren durch die aktuelle politische Krise bis dato keine negativen Auswirkungen“, sagte Firmenchef Andreas Brandstetter.

Im ersten Quartal stieg der Vorsteuergewinn in beiden Ländern um mehr als 40 Prozent. „Auch der April verläuft durchaus im Rahmen der Zufriedenheit.“ An der Börse legte die Uniqa-Aktie knapp zwei Prozent zu.

Konzernweit schrumpfte der Vorsteuergewinn im Jahresvergleich um knapp ein Drittel auf 81,4 Millionen Euro. Allerdings hatte Uniqa 2013 vom Verkauf einer Hotelgruppe profitiert. Bereinigt um diesen Effekt legte das Ergebnis um ein Fünftel zu. Die Prämieneinnahmen stiegen um 2,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Uniqa ist neben Österreich in Zentral- und Osteuropa vertreten und verkauft Versicherungen auch über den Großaktionär Raiffeisen.

Für das laufende Jahr peilt die Versicherung weiterhin ein Vorsteuerergebnis deutlich über dem Vorjahresniveau von 306 Millionen Euro an - 2015 sollen es bis zu 550 Millionen Euro werden. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass Schäden durch Naturkatastrophen nicht außergewöhnlich hoch ausfallen, schränkte das Unternehmen ein.

Wie teuer die aktuellen Überflutungen auf dem Balkan Uniqa kommen, sei noch nicht abschätzbar, sagte Brandstetter. „Ich denke, wir können dazu zu Beginn nächster Woche schon konkret etwas sagen. Es wird sicherlich einen negativen Einfluss geben.“ Betroffen sei Uniqa vor allem in Bosnien und Serbien, wo der Konzern der zweit- beziehungsweise fünftgrößte Versicherer ist. In Österreich, wo die heftigen Regenfälle ebenfalls zu regionalen Überflutungen geführt hatten, dürfte der Schaden rund fünf Millionen Euro betragen, sagte Brandstetter.

Nach der 75 Millionen Euro schweren Übernahme zweier Osteuropatöchter des Schweizer Konkurrenten Baloise plant der Firmenchef für das laufende Jahr keine Zukäufe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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