Versicherungen: Machtkampf: Signal Iduna hilft Deutschem Ring

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Machtkampf: Signal Iduna hilft Deutschem Ring

Die Schweizer Bâloise erleidet im Machtkampf um die Versicherungsgruppe Deutscher Ring einen weiteren Rückschlag. Nach Informationen des Handelsblatt aus Unternehmenskreisen tritt heute der Dortmunder Versicherungskonzern Signal Iduna auf den Plan – und zwar als „weißer Ritter“.

FRANKFURT. Als weißer Ritter nimmt Signal-Iduna-Chef Reinhold Schulte den kleinen Krankenversicherungsverein des Deutschen Ring in den eigenen Konzernverbund auf. Das wollen beide Seite um 11.30 Uhr in einer Pressekonferenz mitteilen. Zugleich offerieren die Dortmunder, dass sie auch die Bâloise-Teile der Ring-Gruppe, die Sach- und Lebensversicherung, übernehmen könnten. Unabhängig davon, ob es einen Deal mit den Schweizern gibt, soll die Krankensparte aber als vierte Obergesellschaft schon bis April in die Signal Iduna eingegliedert werden.

Damit verändern sich auf einen Schlag die Kraftverhältnisse in dem Hamburger Machtkampf. Bislang stand der kleine, aber wachstumsstarke Ring-Krankenverein alleine gegen die große Schweizer Aktiengesellschaft Bâloise. Zwar sind die einzelnen Ring-Gesellschaften eng miteinander verflochten, doch auf Dauer hätten dem Chef der Krankensparte, Wolfgang Fauter, die Mittel für einen langen Kampf vor den Gerichten gefehlt.

Fauter war von der Bâloise als Chef aller Ring-Unternehmen im November entmachtet worden. Er besitzt jedoch großen Rückhalt in der Belegschaft der gesamten Ring-Gruppe. Insbesondere die mehr als 1 500-Ring-Mitarbeiter in Hamburg kämpfen seit zwei Monaten erbittert um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Die neuen, von der Bâloise eingesetzten Manager in der Sach- und Lebensversicherung besitzen in Hamburg bisher keinen Rückhalt. Diese Stimmung gegen die Schweizer dürfte sich nach Einschätzung von Unternehmenskennern durch den heutigen Coup der Signal Iduna noch verstärken. Denn im Gegensatz zur Bâloise bietet die Dortmunder Gruppe eine Arbeitsplatzgarantie für die Hamburger Ring-Beschäftigten.

In den deutschen Bâloise-Gesellschaften ist dagegen von einem Arbeitsplatzabbau die Rede, was jedoch von der Bâloise dementiert wird. Allerdings wollen die Schweizer nach eigener Aussage Synergien heben. Deshalb entfachten sie im November den Machtkampf um die Ring-Gesellschaften mit der Absetzung von Fauter in ihren eigenen Ring-Gesellschaften.

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