Versicherungsgruppe Signal Iduna hofft auf höheren Gewinn

Signal Iduna schaut optimistisch nach vorn: Die Versicherungsgruppe rechnet für das laufende Jahr mit einem kräftigen Gewinnplus. Dieser positiven Haltung liegt die Annahme zugrunde, dass die private Krankenversicherung eine zukunftsträchtige Branche sei.
Signal Iduna kennt man auch aus dem größten Fußballstadion Deutschlands, dem von Borussia Dortmund. Quelle: Reuters

Signal Iduna kennt man auch aus dem größten Fußballstadion Deutschlands, dem von Borussia Dortmund.

(Foto: Reuters)

HB DORTMUND/HAMBURG. Geplant sei ein operatives Ergebnis von über 850 Mio. Euro, sagte Vorstandschef Reinhold Schulte am Mittwoch in Dortmund. Bei den Beitragseinnahmen rechne man durch den Zusammenschluss mit der Krankenversicherung des Deutschen Rings in diesem Frühjahr für 2009 mit insgesamt 5,2 Mrd. Euro.

Im vergangenen Jahr war das operative Ergebnis um 26,6 Prozent auf rund 599 Mio. Euro abgesackt. Hauptgründe waren laut Signal Iduna zum einen niedrigere Kapitalerträge bei den Lebensversicherern der Gruppe wegen der Finanzkrise, zum anderen gestiegene Ausgaben für ambulante Leistungen in der privaten Krankenversicherung (PKV).

Die Beitragseinnahmen stiegen 2008 um 2,6 Prozent auf 4,62 Mrd. Euro. Die Gruppe mit Sitz in Hamburg und Dortmund ist nach eigenen Angaben nach dem Zusammenschluss Deutschlands zehntgrößter Erstversicherer - gemessen an den Beitragseinnahmen. Derzeit werden rund 12 500 Menschen beschäftigt.

Schulte sprach von einem „soliden Geschäftsjahr“. Die Gruppe stehe trotz der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf sehr festen Fundamenten, sagte er und verwies auf gestiegene Eigenkapitalquoten. Schulte schloss weitere Zusammenschlüsse und Übernahmen nicht aus. Die anderen Unternehmen müssten jedoch zu Signal Iduna passen.

Der Vorstandschef, der auch Vorsitzender des Verbandes der privaten Krankenversicherung ist, sieht in der PKV trotz der Gesundheitsreform eine „Branche mit Zukunft“. Der Gesundheitsfonds habe keines der Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung gelöst. Es führe wie in der gesetzlichen Rentenversicherung auch in der Krankenversicherung kein Weg an mehr eigenverantwortlicher Vorsorge vorbei. Schulte sieht sich durch die Absatzergebnisse im ersten Quartal bestätigt. So seien die Beitragseinnahmen im Neugeschäft bei der Signal Kranken um 39 Prozent, bei der Deutscher Ring Kranken um 49 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen.

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