Versicherungskonzern: Allianz steigert Gewinn deutlich

Versicherungskonzern
Allianz steigert Gewinn deutlich

Zur Hauptversammlung meldet der Versicherungskonzern Allianz einen deutlich gestiegenen Quartalsgewinn. Kritik an Nahrungsmittelspekulationen schmettert Vorstandschef Michael Diekmann ab.
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MünchenDie Allianz hat dank sprudelnder Einnahmen im ersten Quartal ihren Gewinn kräftig gesteigert. Der Überschuss von Europas größtem Versicherer kletterte binnen Jahresfrist um ein Viertel auf 1,7 Milliarden Euro. Vorstandschef Michael Diekmann zeigte sich zufrieden. „Die Steigerung der Ergebnisse kommt aus allen Geschäftssegmenten, wird also von einer breiten Basis getragen. Damit darf der Start in das Geschäftsjahr als wirklich gelungen bezeichnet werden“, erklärte der Manager am Dienstag im Vorfeld der Hauptversammlung.

Das operative Ergebnis legte im Auftaktquartal um ein Fünftel zu und erreichte 2,8 Milliarden Euro, der Umsatz kletterte um knapp sieben Prozent auf rund 32 Milliarden Euro. Die Kennzahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. An der Börse kamen die Zahlen der Münchner prima an. Die Allianz-Aktie kletterte zu Handelsbeginn um knapp zwei Prozent und gehörte damit zu den größten Dax -Gewinnern.

An der Prognose eines operativen Gewinns von etwa 9,2 Milliarden Euro für das Gesamtjahr hielt Diekmann fest und dämpfte angesichts unruhiger Kapitalmärkte höhere Erwartungen. „Für eine Anpassung unseres Ausblicks für das Geschäftsjahr 2013 sieht der Vorstand trotz der guten Ergebnisse des ersten Quartals angesichts der bestehenden Marktrisiken keinen Anlass.“ Details zum Geschäftsverlauf in den ersten drei Monaten des Jahres will das Unternehmen am 15. Mai vorlegen.

Bei der Hauptversammlung des Unternehmens forderte die Hilfsorganisation Oxfam die Allianz zum Ausstieg aus Nahrungsmittel-Spekulationen auf. Der Versicherungskonzern erziele Millioneneinnahmen aus dem Geschäft mit dem Hunger und trage zu gefährlichen Preisschwankungen für Agrarrohstoffe wie Mais oder Weizen bei, kritisierten mehrere Aktivisten. Vor dem Eingang der Hauptversammlung in der Münchner Olympiahalle stellten sie ein überdimensionales Roulette auf und prangerten ein „Hungerroulette im Kasino Allianz“ an.


Obwohl auch Aktionäre das Geschäft des Unternehmens kritisieren, will der Versicherungskonzern an Lebensmittel-Investments festhalten. „Unsere Vermögensverwaltungsgesellschaften setzen mit Investments in entsprechenden Fonds auf steigende wie fallende Kurse von Rohstoff-Indizes und dienen am Warenterminmarkt als Risikopartner für Landwirte und Käufer von Rohstoffen“, sagte Vorstandschef Michael Diekmann am Dienstag bei der Hauptversammlung. Bauern und Rohstoffkäufer sicherten sich über diese Instrumente gegen für sie jeweils nachteilige Preise ab.

„Als Risikopartner versorgen wir beide Seiten auf diesem Terminmarkt mit Liquidität und preiswerten Terminkontrakten und sorgen dadurch gerade nicht für steigende Preise durch eine Verknappung von Rohstoffen“, sagte Diekmann Kritikern. „Wir halten die Kritik in diesem Fall für nicht gerechtfertigt.“ Aktivisten hätten zudem ihre Vorwürfe gegen die Allianz weder konkretisiert noch belegt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist doch klar, dass gerade in Zeiten extrem niedriger Zinsen Spekulation als gewinnbringende Alternative von der Allianz verteidigt wird. "Non olet" zählt eben inmmer noch bedeutend mehr als Ethik - mit letzterer können keine Dividenden oder Bonuszahlungen bedient werden.

  • Das ist sicherlich etwas zu mittelbar. Auch wenn die Allianz Investments in griechischen und zyprischen Staatsanleihen hatte werden dies kaum gegeben um der Allianz "unter die Arme zu greifen".

  • wurde der Allianz nicht mit den Rettungspaketen zu Lasten der Steuerzahler "unter die Arme gegriffen"?

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