Versicherungskonzern
Ein Riese auf dem Hosenboden

Das Klima für die Allianz ist rauer denn je: Gewinne an den Kapitalmärkten werden immer schwieriger, Naturkatastrophen reißen große Löcher in die Kassen. Der Konzern muss nun an vielen Stellen gleichzeitig gegenhalten.
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Frankfurt/MünchenSeine Emotionen zeigt Allianz-Chef Michael Diekmann in der Öffentlichkeit nun wirklich nicht gerne. Gerade noch hat der kühle Westfale gewohnt nüchtern die Bilanz der Allianz vorgelegt. Die Rede liest er vom Blatt ab. Doch ganz am Ende, da blickt er nach links hinüber, wo Finanzvorstand Paul Achleitner sitzt. Ein enger Wegbegleiter, gemeinsam haben sie die Allianz durch die Tiefen der Finanzkrise gesteuert. Diekmann nuschelt etwas von Dank für zwölf Jahre. "Die Freundschaft, die bleibt." Die beiden gehen aufeinander zu - fast umarmen sie sich gar, doch es bleibt bei einem linkischen Händedruck.

Es die Zeit der personellen Umbrüche bei der Allianz. Auf der Hauptversammlung heute übergibt Aufsichtsratschef Henning Schulte-Noelle den Stab an Helmut Perlet. Und Ende Mai wechselt Achleitner dann als Aufsichtsratschef zur Deutschen Bank. Mit Achleitner verliert Konzernchef Diekmann seinen wichtigsten Mann. Der Österreicher wacht über die rund 460 Milliarden Euro, die der Konzern für seine Versicherungskunden rund um den Globus an den Kapitalmärkten angelegt hat.

Die Lage, sie ist herausfordernd für den weltgrößten Versicherungskonzern. Die Niedrigzinsphase kann noch Jahre andauern, die Staatsschuldenkrise ist noch nicht ausgestanden, Naturkatastrophen richten immer größere Schäden an. Doch der Konzern ist bilanziell gut gerüstet, hat die Risiken bei Anlagen und Beteiligungen in den vergangenen Jahren systematisch reduziert. Nun gilt es, wachsam zu bleiben - und die Baustellen, die es vor allem in der Sachversicherung noch gibt, endlich zu schließen.

Infografik

Allianz-Umsatz

in den Jahren 2001 bis 2011 (in Mrd. Euro)

Das schwierige Umfeld prägte schon das vergangene Jahr: Der Gewinn der Allianz halbierte sich auf 2,8 Milliarden Euro nahezu. Damit lag der Marktführer im Branchentrend. So musste die Generali, die Nummer drei in Europa, ähnlich starke Einbußen hinnehmen. Der Gewinn der Italiener sank um knapp 50 Prozent auf 856 Millionen Euro. Nur der größte europäische Konkurrent, die französische Axa, stand besser da. Sie polierte das Ergebnis mit Beteiligungsverkäufen auf. Der Gewinn stieg so um 49 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro.

Hauptursache für die Einbußen bei der Allianz: Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen in Höhe von 573 Millionen Euro sowie auf Anlagen im Finanzsektor. Allein bei der Beteiligung an der Commerzbank verbuchte man Belastungen von mehr als einer halben Milliarde Euro. Immerhin: "Die Kapitalanlage läuft trotz alledem immer noch besser als bei vielen Konkurrenten", sagt Christian Muschick, Analyst bei Silvia Quandt Research.

Doch weitere Risiken schlummern in der Bilanz: Der Konzern hält italienische Staatsanleihen im Wert von rund 26 Milliarden Euro. Oft ist die Rede von Italien als "zweitem Heimatmarkt". Zwar ist Italien nicht Griechenland, zudem dürfte der Konzern sein Engagement abgesichert haben. Doch kritische Analysten sehen hier schon ein Risiko. Noch anfälliger ist nur die italienische Generali. Sie hat knapp 46 Milliarden Euro Staatsanleihen des Heimatlands.

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  • Der Raumenergie-Motor von Prof.Dr.Claus Wilhelm Turtur ist
    zbs. eine riesige Anlagemöglichkeit, doch keiner wird auf ihn
    aufmerksam. Sonderbar das sich niemand mit diesem Mann in Verbindung setzt.

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