Versicherungskonzern
Naturkatastrophen drücken Zurich runter

Einige schwere Naturkatastrophen hinterlassen in der Bilanz von Zurich ihre Spuren. Der Gewinn des Schweizer Versicherungskonzerns ist um ein Drittel eingebrochen.
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Zürich

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services hat im ersten Quartal wegen hoher Schadenzahlungen einen unerwartet hohen Gewinneinbruch verbucht. Der Gewinn sank um ein Drittel auf 637 Millionen Dollar, wie Zurich am Donnerstag mitteilte. Europas viertgrößter Versicherer gemessen an der Marktkapitalisierung verdiente damit weniger als Analysten mit 766 Millionen Dollar geschätzt hatten. Die schweren Erdbeben in Japan und Neuseeland und die Überschwemmungen in Australien schlugen in Summe mit 517 Millionen Dollar Kosten zu Buche.

Die Bruttoprämien und Policengebühren sanken zu Jahresbeginn um sechs Prozent auf 14,09 Milliarden Dollar. In der Sachversicherung, die rund zwei Drittel des Geschäfts ausmacht, schnellte angesichts der hohen Schadenbelastung der Schadenkostensatz auf 103,6 Prozent hoch von 99 Prozent im Vorjahr. Bis zu einem Wert von 100 Prozent sind die Schäden und Verwaltungskosten durch die Prämieneinnahmen gedeckt. Geholfen hat Zurich das gute Börsenumfeld: Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen stieg um 14 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

Europas größter Versicherer Allianz verdiente im Auftaktquartal angesichts der verheerenden Naturkatastrophen gut 900 Millionen Euro - fast die Hälfte weniger als vor einem Jahr.

Die exklusive Vertriebskooperation zwischen Zurich und der Deutschen Bank soll bis Ende 2022 fortgesetzt werden, wie Zurich weiter mitteilte. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde unterzeichnet und die definitive Vereinbarung soll im Jahresverlauf folgen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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