Versicherungskonzern
Neuer Zurich-Chef verspricht Verlässlichkeit

Der größte Schweizer Versicherungskonzern Zurich Insurance Group hat erste Erfolge bei der Sanierung erzielt. Der Quartalsgewinn war zwar niedriger als im Vorjahreszeitraum, doch übertraf er die Analystenschätzungen.

ZürichDer neue Vorstandschef Mario Greco hielt sich bei seinem ersten Auftritt bei einer Telefonkonferenz mit Ankündigungen noch zurück. „Zürich braucht keinen radikalen Kurswechsel“, erklärte er. Greco war vom italienischen Konkurrenten Generali gekommen und leitet seit Anfang März die Zurich.

Sein wichtigstes Ziel sei es, das Vertrauen der Investoren wieder herzustellen. Zudem betonte er die Notwendigkeit, die Kosten zu senken. „Wir müssen die Profit-Fähigkeit wieder herstellen“, erklärte er. Er verzichtete jedoch auf eine Ankündigung eines verschärften Sparkurses. Detaillierte Angaben zur neuen Strategie will er im November machen.

Noch die alte Führung hatte ein Kostensenkungspaket beschlossen, mit Hilfe dessen bis Ende 2018 eine Milliarde Dollar eingespart werden sollen. Davon seien 8000 Jobs betroffen, etwa durch Abbau oder durch Verlagerung an kostengünstigere Standorte. Gerade im Backoffice-Bereich sollen Jobs aus der Schweiz nach Osteuropa verlagert werden, was bei den Schweizer Angestellten für erhebliche Unruhe sorgt.

Greco betonte indes, dass es zu einer geringeren Kostenbasis keine Alternative gäbe. Allein in diesem Jahr wird die Restrukturierung rund 500 Millionen Dollar kosten, erklärte Finanzchef George Quinn.

Die Probleme bei der Zurich stammen vor allem aus der Kernsparte, Sachversicherung (General Insurance). Sie hatte zu niedrig gepreiste Verträge vor allem in den USA mit Unternehmenskunden abgeschlossen, die nun gekündigt werden. Zuden gelten die Kosten als zu hoch.

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Sanierung kostete Umsatz

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