Versicherungsmarkt
Bonitätsnoten von Lebensversicherern in Gefahr

Die Ratingagentur Standard & Poor's beurteilt die Finanzlage der Lebensversicherer skeptisch. Gründe sind neben der Schuldenkrise neue Kapitalregeln und das geringe Zinsniveau. Die Bonitätsnoten könnten daher sinken.
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MünchenDie Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) macht den deutschen Lebensversicherern keine großen Hoffnungen. Während die Bonitätsnoten der Schaden- und Unfallversicherer stabil bleiben dürften, könnte bei den Lebensversicherern der Trend in den nächsten Jahren nach unten gehen, teilte S&P am Donnerstag in London mit.

Der Druck auf die Anbieter werde weiter zunehmen, wenn sich die Schuldenkrise verschärfe und die Zinsen auf Jahre auf niedrigem Niveau blieben. Die Lebensversicherer seien auch von den starken Schwankungen an den Aktienmärkten und den neuen Kapitalvorschriften Solvency II stärker betroffen. Durch die niedrigen Renditen bei sicheren Staatsanleihen sei es für sie schwieriger, die den Kunden versprochenen Zinsen zu erwirtschaften.

Schaden- und Unfallversicherer seien dagegen im Schnitt besser mit Kapital ausgestattet und weniger abhängig von den Kapitalerträgen. Eine verbesserte Kreditwürdigkeit der deutschen Versicherer sei insgesamt unwahrscheinlich. Im Schnitt wird die Bonität der Unternehmen derzeit von S&P mit „A“ bewertet, was für eine gute Kreditqualität steht. Dabei reicht die Spanne von „AA“, eine sehr gute Qualität, bis „BBB+“, ein zufriedenstellendes Niveau.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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