Verstaatlichte Krisenbank

Dexia erleidet erneut Milliardenverlust

Einst gehörte die Dexia Bank zu den weltweit größten Staatsfinanzierern. Heute ist sie nur noch eine Belastung für Frankreich und Belgien. Die Bank hat 2012 fast drei Milliarden Euro verpulvert.
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Das Dexia Logo in Brüssel. Die verstaatlichte Krisenbank hat wieder einen Milliardenverlust gebucht. Quelle: dapd

Das Dexia Logo in Brüssel. Die verstaatlichte Krisenbank hat wieder einen Milliardenverlust gebucht.

(Foto: dapd)

BrüsselDie verstaatlichte Krisenbank Dexia wird für Belgien und Frankreich immer mehr zur Belastung. Auch im vergangenen Jahr schrieb das einst zu den weltweit größten Staatsfinanzierern zählende Institut Milliardenverluste. Dexia wies am Donnerstag einen Fehlbetrag von 2,9 Milliarden Euro aus. Erneut wirkten sich Notverkäufe, Abschreibungen und höhere Refinanzierungskosten negativ aus. Unter Buchwerten mussten zum Beispiel die Aktivitäten in der Türkei, Luxemburg und Frankreich veräußert werden. 2011 hatte das Minus sogar 11,6 Milliarden Euro betragen.

Dexia ist in der Finanzkrise kollabiert und musste mit staatlichen Hilfsgeldern stabilisiert werden - Kapitalspritzen von zuletzt 5,5 Milliarden Euro und Bürgschaften von 66 Milliarden. Das Unternehmen gehört mittlerweile zu knapp 96 Prozent Frankreich und Belgien. Sollte sich die Geschäftslage nicht bald bessern, sind die Bemühungen der Staaten in Gefahr, ihre Haushalte zu konsolidieren.

Die Dexia-Aktien sind wegen der Misere auf fünf Cent abgestürzt. Vor dem Ausbruch der Finanzkrise Mitte 2007 kosteten sie zeitweise noch 22,56 Euro.

  • rtr
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