Verstaatlichte RBS
Briten streiten über Banker-Boni

Großbritannien musste die Royal Bank of Scotland mit Milliarden vor dem Untergang retten – als Eigner redet die Regierung nun bei Boni mit. Doch das Thema provoziert Streit.
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LondonIn Großbritannien ist ein politischer Streit über die Zahlung von Banker-Boni bei der größtenteils verstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS) entbrannt. Der Staat als Eigner muss einer neuen europäischen Regelung entsprechend zustimmen, wenn die Boni mehr als 100 Prozent des jeweiligen Jahresgrundgehalts ausmachen. Premier David Cameron schloss am Mittwoch im Parlament eine Zustimmung der Regierung nicht grundsätzlich aus – einen offiziellen Antrag gibt es nach Darstellung der Bank bisher nicht.

Die Regierung werde jedoch eine Ausweitung des Gesamtvolumens der Boni bei der RBS nicht zulassen, sagte Cameron. Vom kommenden Jahr an sollen Bar-Boni bei der RBS auf nur noch 2000 Pfund limitiert werden. Der Rest müsste dann etwa in Aktienpaketen gezahlt werden.

Die RBS gilt in Großbritannien als Skandalbank. Zu rund 80 Prozent gehört sie dem Staat, seit die Regierung das Institut 2008 mit einer Milliardenspritze vor dem Niedergang retten musste. Die Regierung reklamiert für sich, dass die Summe der Boni seit 2009 von drei Milliarden Pfund auf 1,4 Milliarden Pfund für das Jahr 2012 zurückgegangen ist. Die Labour-Opposition gibt aber zu Bedenken, dass sich die Zahl der Mitarbeiter in dieser Zeit zugleich um 40 000 und allein diejenige der Investmentbanker um 2000 reduziert hat.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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