Verstaatlichter US-Immobilienfinanzierer
Fannie Mae bittet um weitere Staatsgelder

Der angeschlagene US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae kommt nicht auf die Beine. Weil das Unternehmen in den ersten drei Monaten des Jahres einen Milliardenverlust erlitten hat, muss der Staat erneut einspringen.
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WashingtonDer verstaatlichte US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae hat die Regierung am Freitag um weitere 8,5 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro) Unterstützung gebeten, mehr als drei Mal so viel wie im vorherigen Quartal. Für die ersten drei Monate des Jahres wies das Unternehmen einen Verlust von 8,7 Milliarden Dollar aus. Die Gesamtkosten für die Rettung der Hypothekenbank nähern sich damit der 100-Milliarden-Dollar-Marke.

Die Preise für Wohnimmobilien gingen in den USA laut Fannie Mae im ersten Quartal um durchschnittlich 1,8 Prozent zurück. Dies habe zu weiteren Zwangsversteigerungen geführt. Außerdem hätten Hypothekennehmer Kredite für Häuser nicht mehr bedient, die inzwischen weniger wert waren als die Hypothekenschuld. Der Präsident und CEO von Fannie Mae, Michael Williams, sagte, der andauernde Rückgang der Preise für Wohnimmobilien werde das Unternehmen 2011 weiter belasten.

Fannie Mae und Freddie Mac, die beiden größten Baufinanzierer der USA, waren im September 2008 wegen ihres drohenden Bankrotts in staatliche Obhut genommen und von der Regierung mit Milliardenbeträgen gerettet worden. Washington schätzt, dass die Sanierung der beiden Hypothekenbanken die Steuerzahler 259 Milliarden Dollar kostet.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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