Veruntreuung: Deutsche Bank zahlt hohe Geldstrafe

Veruntreuung
Deutsche Bank zahlt hohe Geldstrafe

Millionenstrafe in Brasilien: Die Deutsche Bank soll bei der Verwaltung von veruntreuten Geldern des Bürgermeisters von Sao Paulo geholfen haben. Das Geldhaus erklärt, mit den Behörden kooperiert zu haben.
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Sao PauloDie Deutsche Bank zahlt an die brasilianische Stadt São Paulo eine Strafe von 20 Millionen Dollar. Die Summe werde in den nächsten 60 Tagen beglichen, sagte Staatsanwalt Silvio Marques am Montag. Hintergrund ist ein Verfahren um Veruntreuung von Geldern in den Jahren 1993 bis 1997durch den früheren Bürgermeister von Sao Paulo.

Die Bank soll bei der Verwaltung der Gelder geholfen haben. Das Geldhaus habe in vollem Umfang mit den Behörden zusammengearbeitet, teilte die Deutsche Bank mit. Die Einigung erhöht den Druck auf andere Institute wie UBS oder Citigroup. Sie könnten zwischen 60 und 70 Millionen Dollar zahlen müssen, sagte der Staatsanwalt.

„Wir freuen uns, die Angelegenheit abgeschlossen zu haben, nachdem wir mit den Behörden vollumfänglich zusammengearbeitet haben“, sagte ein Sprecher der Bank am Dienstag in Frankfurt und reagierte damit auf Medienberichte aus Südamerika. Der Bank selbst wurden keine Korruptionsvorwürfe gemacht, aber Gelder sollen über Deutsche-Bank-Konten ins Steuerparadies Jersey geflossen sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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