Vienna kauft Axa-Teile
Tochterfirmen in Serbien wechseln den Besitzer

Axa will raus, Vienna will rein: Der österreichische Versicherer übernimmt serbische Töchter des französischen Konkurrenten. Die Produktpalette soll dabei sich nicht ändern.

FrankfurtDer französische Versicherer Axa zieht sich aus Serbien zurück und verkauft seine dortigen Töchter an den österreichischen Versicherer Vienna Insurance. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Durch die Übernahme der Axa-Töchter steige der Marktanteil von Vienna Insurance in Serbien auf 11,5 Prozent von 9,7 Prozent im vergangenen Jahr.

Die beiden Axa-Gesellschaften erwirtschafteten den Angaben zufolge 2015 gut zwölf Millionen Euro Prämienvolumen und verfügen über 106.000 Kunden. Vienna Insurance kam in Serbien im vergangenen Jahr auf ein Prämienvolumen von 61,6 Millionen Euro. Mit Unfall-, Kfz-, Haushalts- und Lebensversicherungen hätten die Axa-Gesellschaften die gleichen Produkte im Angebot wie Vienna Insurance und passten daher sehr gut zu dem Konzern, begründete der für Serbien zuständige Vorstand Peter Höfinger den Zukauf.

Die seit Januar amtierende Vienna-Insurance-Chefin Elisabeth Stadler hatte das Ziel ausgegeben, das Geschäft in Osteuropa weiter auszubauen und den Marktanteil in Serbien, Polen, Ungarn und Kroatien auf mindestens zehn Prozent zu steigern. Zuletzt erwirtschaftete der österreichische Versicherer rund die Hälfte der Prämien und deutlich mehr als 50 Prozent des Gewinns in Osteuropa.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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