Visa vor Mega-Fusion: Rekordumsatz trotz Datenleck und Kartenaustausch

Visa vor Mega-Fusion
Rekordumsatz trotz Datenleck und Kartenaustausch

Mehr Deutsche zahlen im Internet und im Handel mit Kreditkarten. Visa Europe hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gesteigert – auch das jüngste Datenleck stoppt den Erfolgstrend wohl nicht.

FrankfurtDer Kreditkartenanbieter Visa Europe geht mit Rückenwind in die Fusion mit seinem Schwesterunternehmen Visa Inc. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr um ein Viertel auf den Rekordwert von 2,3 Milliarden Euro gestiegen, teilte Visa Europe am Dienstag mit.

Auch in Deutschland hätten deutlich mehr Menschen im Internet und im Handel mit Visa-Karten bezahlt, sagte Albrecht Kiel, der seit Oktober das Geschäft des Unternehmens in Zentraleuropa leitet. Es gebe jedoch noch großes Wachstumspotenzial, schließlich liege der Bargeldanteil im Handel in Europa immer noch über 70 Prozent.

Visa Inc hat im vergangenen Jahr angekündigt, Visa Europe für bis zu 21 Milliarden Euro von einer Reihe europäischer Banken zurückzukaufen. Zusammen sei es einfacher, globale Projekte anzustoßen und weltweit tätige Konzerne wie Apple zu begleiten, sagte Kiel. Er sei zuversichtlich, dass die Wettbewerbshüter dem Deal zustimmen.

Schmallippig gab sich Kiel zum Austausch Zehntausender Kreditkarten wegen eines möglichen Sicherheitslecks, der in Deutschland seit Tagen für Schlagzeilen sorgt. Davon seien mehrere Kreditkartenfirmen betroffen, sagte Kiel.

Wie es zu dem Leck gekommen sei und wie viele Visa-Karten ausgetauscht wurden, wollte er nicht verraten. Der Datenabgriff habe nicht bei Visa stattgefunden und der Konzern arbeite eng mit den betroffenen Banken zusammen.

„Es hat sich zum überwiegenden Großteil um präventive Austauschmaßen gehandelt“, sagte Kiel. „Dieser Vorfall ist ein Indiz dafür, dass die Sicherheitsmechanismen sehr gut funktionieren.“ Sollten Kreditkarteninhaber von Betrug betroffen sein, würden sie entschädigt. „Die kartenausgebende Bank ist dann verantwortlich.“

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Trend weg vom Bargeld bleibt ungebrochen

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