Vor dem Börsengang
Überraschend starke Nachfrage nach Talanx-Aktien

Überraschend viele Anleger wollen Talanx-Aktien kaufen. Trotz des Wirrwarrs um den Börsengang sind bereits jetzt genügend Aufträge für alle Wertpapiere eingegangen. Auch der Graumarkt zeigt Interesse.
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FrankfurtDer erste große Börsengang in Deutschland in diesem Jahr stößt auf überraschend starkes Interesse. Schon am ersten Tag der Zeichnungsfrist für die Aktien des Versicherungskonzerns Talanx seien genügend Aufträge eingegangen, um alle Wertpapiere zu verkaufen, sagten drei mit dem Verlauf des Initial Public Offering vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Im Schnitt lägen die Orders aber nicht am oberen Ende der Preisspanne, die von 17,30 bis 20,30 Euro reicht, sagte ein Insider.

„Wir können uns nicht beklagen“, betonte ein anderer. Für einen erfolgreichen Börsengang müssen Experten zufolge aber die Bücher mindestens zweifach gefüllt sein, damit der Emittent genügend Auswahl unter den Investoren hat. Das Unternehmen und die begleitenden Banken wollen sich dazu nicht äußern.

Talanx bietet noch bis 1. Oktober bis zu 29 Millionen Aktien an und will damit 500 Millionen Euro erlösen. Je höher der Zuteilungspreis, desto weniger Anteilsscheine sollen ausgegeben werden. Damit wären vom 2. Oktober an weniger als zwölf Prozent des Grundkapitals an der Börse notiert. Auf den erhofften Einzug in den M-Dax müsste der Versicherer aus Hannover damit wohl noch warten.

Auch am Graumarkt zeigte sich überraschendes Interesse an den Papieren. Das Wertpapierhandelshaus Schnigge stellte am Freitag Kurse in einer Spanne zwischen 20 und 21 Euro. Beim Konkurrenten Lang & Schwarz notierten die Papiere sogar bei 20,50 bis 21,50 Euro. „Es ist etwas Nachfrage da am oberen Rand der Spanne. Damit hatte ich selbst nicht gerechnet“, sagte Schnigge-Händler Norbert Empting. Doch nur einige tausend Aktien seien gehandelt worden. „Ich würde mich wundern, wenn wir am Ende tatsächlich am oberen Rand der Spanne herauskommen würden“, gab sich Empting skeptisch.

Im Graumarkt – offiziell „Handel per Erscheinen“ – bieten Wertpapierhändler die Aktien schon vor der offiziellen Zuteilung an. Spekulative Anleger hoffen darauf, sich dort zu günstigeren Kursen einzudecken.

Talanx hatte am Donnerstag mit einem verkleinerten Volumen einen zweiten Anlauf an die Börse gestartet. Eine Woche zuvor hatte der Konzern seinen Börsengang noch wegen der nach Ansicht des Vorstands zu geringen Zahlungsbereitschaft der Investoren abgeblasen. Fondsmanager hatten gesagt, Talanx müsse wegen des Hin und Her mit einem großen Abschlag rechnen, so dass die Aktien eher am unteren Rand der Spanne verkauft werden müssten. Der geringe Streubesitz schrecke Investoren ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich hoffe das es schief geht! Herr Haas sollte sich schämen! Geimeinschaft sagt NEIN zu Personalabbau! Sagt NEIN zum Projekt WIR!!!

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