Vor der Vorlage des Jahresergebnisses: HVB holt sich mehr Kapital als erwartet

Vor der Vorlage des Jahresergebnisses
HVB holt sich mehr Kapital als erwartet

Der Chef der Hypo-Vereinsbank, Dieter Rampl, wird am Donnerstag bei der Vorlage des vorläufigen Jahresergebnisses die Gelegenheit nutzen und sich mehr Geld vom Kapitalmarkt holen als bislang erwartet. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, soll das Volumen der geplanten Kapitalerhöhung jetzt zwischen 2 und 3 Mrd. Euro liegen.

HB DÜSSELDORF. Damit würde die Transaktion größer als erwartet ausfallen - bislang war in der Branche mit einem Volumen von maximal 2 Mrd.Euro gerechnet worden. Die HVB wollte sich dazu nicht äußern. Mit der Kapitalerhöhung sollen vor allem drohende Verluste aus den Beteiligungen an Münchener Rück und Allianz aufgefangen werden, die über 1 Mrd.Euro unter dem Buchwert in der HVB-Bilanz notieren. Die überschüssigen Mittel kann die HVB nach Einschätzung von Analysten gut gebrauchen, um das Stammgeschäft auszubauen. Außerdem wird Rampl am Donnerstag dem Vernehmen nach einen schrittweisen Abbau der Beteiligungen ankündigen.

Über eine Kapitalerhöhung der HVB wird seit längerem spekuliert. bereits vor zwei Wochen hatte es erste Meldungen gegeben, dass die Bank über eine Kapitalerhöhung nachdenkt, um so den Abschreibungsbedarf bei ihren Beteiligungen an der Allianz und der Münchener Rück zu decken. Das Institut hatte im Oktober vergangenen Jahres erklärt, der Wert der beiden Beteiligungen in der Bilanz liege insgesamt 1,5 Milliarden Euro über dem Marktwert. Aktuell hält die Bank 13,2 Prozent an der Münchener Rück und 3,2 Prozent an der Allianz.

Würde sich die HVB zu einer Kapitalerhöhung entschließen, könnte sie zudem ihre Kernkapitalquote verbessern.

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