Vorsorge und Zinsen
Spaniens Banken ächzen unter Belastungen

Spaniens Banken kämpfen noch immer mit den Folgen der geplatzten Immobilienblase: Der Gewinn der mittelgroßen Bank Popular etwa fiel um 14 Prozent.
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MadridDrei Jahre nach dem Platzen der Immobilienblase haben Spaniens Banken immer noch hart zu kämpfen. Hohe Vorsorge für faule Kredite sowie gestiegene Refinanzierungskosten machen der Branche gehörig zu schaffen, wie Halbjahresberichte von drei Geldhäusern aus der zweiten Reihe zeigen.

So fiel der Gewinn von Spaniens führender mittelgroßer Bank Popular um 14 Prozent. Das Institut, das vergangene Woche den europäischen Bankenstresstest nur knapp bestanden hat, musste 1,1 Milliarden Euro für die Risikovorsorge beiseitelegen. Der Börsenneuling Caixabank steigerte seinen Gewinn zwar um elf Prozent, stockte zugleich aber seine Vorsorge um fast 19 Prozent auf.

Bankinter wies einen Ergebnisrückgang von fast fünf Prozent aus. Belastet wurde das Kreditinstitut von deutlich angezogenen Zinskosten. Diese Trends bestätigen dürften nächste Woche die Geschäftszahlen von Spaniens Platzhirschen BBVA und Santander, der größten Bank der Eurozone. Santander profitiert allerdings davon, dass es mittlerweile die meisten Geschäfte außerhalb des schuldengeplagten Heimatlandes macht.

In Spanien steht eine große Menge von schwer verkäuflichen Häusern leer, die im Zuge des Immobilienbooms gebaut worden waren. Dies lastet ebenso auf den Bankbilanzen wie die gesunkene Zahlungskraft vieler Kreditkunden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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