Vorstandschef in der Kritik
Wie Commerzbank-Aktionäre Martin Blessing beschimpften

Commerzbankchef Martin Blessing antwortete auf der heutigen Hauptversammlung geduldig auf sachliche Kritik. Und auch das, was damit nichts zu tun hatte, konnte ihn nicht aus der Ruhe bringen. Ein Stimmungsbericht.
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FrankfurtRichard Mayer hat sich extra ganz nach vorn in die erste Reihe gesetzt. Nur wenige Meter trennen ihn von der Bühne und seinen beiden größten Gegnern am heutigen Tag: Martin Blessing und Klaus-Peter Müller. Als  Müller, Aufsichtsratschef der Commerzbank, nach seinen einführenden Worten auf der Hauptversammlung die Rede des Vorstandsvorsitzenden Blessing ankündigt, kann Mayer nicht mehr an sich halten. „Jetzt kommt der Schönredner, der Traumtänzer“, ruft er. Blessing lächelt milde und begrüßt Herrn Mayer persönlich.

Der klagefreudige Aktionär aus München versucht auch dieses Jahr wieder Vorstand und Aufsichtsrat aus der Reserve zu locken. Er ist berüchtigt für seine Auftritte auf der Commerzbank-Hauptversammlung. Vor zwei Jahren hat er Martin Blessing einmal als „Pfui-Pfui-Vorstand“ beschimpft. Auch in diesem Jahr hat Mayer wieder viel Wut im Bauch und ruft zwischendurch auch wieder ein paar Pfuis in den Raum.

Mayer ist kein normaler Kleinaktionär. Der Münchner zählt zu der Sorte Investoren, die gerne auch als räuberische Aktionäre oder Berufskläger bezeichnet werden. Sie versuchen auf Hauptversammlungen Formfehler zu provozieren und dann gegen die Beschlüsse zu klagen. Eine Strategie: Beleidigen und Beschimpfen in der Hoffnung, dass er das Management aus der Reserve lockt. Diese Strategie ist auch für Mayer das Mittel erster Wahl bei der Commerzbank.

Das bekommt auch Blessing zu spüren, schon als er die jüngsten Quartalszahlen seiner Bank präsentiert. 1,1 Milliarden Gewinn habe die Bank in den ersten drei Monaten erwirtschaftet. „Der erzählt nur Schrott!“ ruft Mayer. Die Aktionäre um ihn herum werden unruhig. Aufsichtsrat Müller schaltet sich ein. „Wir wollen hier doch die halbwegs herkömmlichen Umgangsformen wahren. Das gilt auch für sie, Herr Mayer.“ Der Saal klatscht Beifall.

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Wie Commerzbank-Aktionäre Martin Blessing beschimpften

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Blessing „anfängerhaft“

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Blessing schaut hoch und grinst

Kommentare zu " Vorstandschef in der Kritik: Wie Commerzbank-Aktionäre Martin Blessing beschimpften"

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  • man solle sich nur mal vorstellen, der fc bayern holt einen trainer aus der 2. liga. dieser steigt nach einer reihe von teuren flop-transfers ab in die 2. liga. weil dieser jedoch meint, dass weitere teure transfers besserung schaffen würde, wird nun noch mehr geld ausgegeben und der fc bayern steigt weiter ab in die 3. liga... genau richtig unvorstellbar, dass es jemals so weit kommen, naja außer bei der CoBa!!!

  • Ich bitte um Verteilung,
    Mr. Blessing go Home, Sie haben genug Kapital vernichtet , mit Ihrer nicht vorhandenen Qualität sind Sie in Deutschland Kapitalvernichter Nummer 1, ihr Gehalt wird nicht an Ihre miserable Arbeit angepasst.Ihre Aroganz verhöhnt doch alle die in das zweit größte Geldinstitut investiert haben. Sie haben nach Lehmann 4 Jahre wirklich nichts auf di Reihe bekommen.
    Ihre Überheblichkeit mit der Dresdener Bank hat all die Aktionäre zu viel Geld gekostet.
    Hören Sie einfach auf , Geld genug haben Sie und verschonen Sie uns mit Ihrer Mittelmäßigkeit.
    Michael Jansen, bitte an alle wir müssen diesen unfähigen Manager stoppen

  • hätte ich gewusst wie man als kunde bei der commerzbank behandelt wird wär ich niemals dorthin gegangen!!!!!!!!!!! vor ort findet keine bedienung mehr statt nur noch hot linr für 0,42€ /minute!!!!!!

    Achtung lasst euch nicht locken von der bank!!!!!!!!!! nur ärger !!!!!!!!!!!!!

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