Vorstoß der Kommission
Banker bangen um ihre Boni

Eine angedachte Aufweichung der strengen Boni-Regeln für Europas Banker stößt zunehmend auf Kritik. Einige Institute haben die Zahlungen aber schon gedeckelt – und fordern sogar Geld von ihren Mitarbeitern zurück.
  • 2

BrüsselBankern in Europa droht bei ihren Bonuszahlungen eine Obergrenze, und das bereits seit Mai. Doch bis zuletzt hofften die Betroffenen, dass die Neuregelungen weniger hart als gedacht ausfallen werden. Wie sich nun abzeichnet, waren die Hoffnungen wohl unbegründet.

Hintergrund: Europäische Politiker wollen gegen Vorschläge von Michel Barnier, dem Kommissar der Europäischen Union (EU) für Binnenmarkt und Dienstleistungen, vorgehen. Die Pläne würden die Gesetzgebung zur Begrenzung der Banker-Boni verwässern.

Das Europäische Parlament muss in dieser Woche auf eine Kompromiss-Vorlage von Barnier eingehen, welche ein Verbot von Boni, die höher als das Grundgehalt sind, wieder schwächen würde. Das sagte Sharon Bowles, die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Parlament. Auf die Deckelung hatten sich die Politiker im Mai geeinigt.

„Ich gehe nicht davon aus, dass sich die Sichtweise groß geändert hat“, sagte Bowles zur Notwendigkeit von Obergrenzen. Ähnlich hatte sich zuvor auch schon Philippe Lamberts, der für die Grünen im EU-Parlament sitzt, am 27. August geäußert. Er wäre demnach „erstaunt“, wenn das Parlament einen Rückzieher in dieser Frage machen würde.

Europas Banker sehen sich einer Gegenreaktion der Politiker ausgesetzt. Letztere wollen mit der Begrenzung der variablen Vergütungsbestandteile die Finanzbranche neu aufstellen - mehr als eine Art Versorger, und weniger als Geldmaschine, mit der große Risiken eingegangen werden.

Ein öffentlicher Aufschrei und der Widerstand von Aktionären haben dazu geführt, dass bei einigen Banken die Bonuszahlungen bereits begrenzt worden sind. So ruderten beispielsweise die britische Großbank Barclays, aber auch der US-amerikanische Konkurrent Citigroup bei ihren ursprünglichen Plänen zur Bezahlung von Mitarbeitern wieder zurück.

Seite 1:

Banker bangen um ihre Boni

Seite 2:

Viele Banken holen sich die Boni zurück

Kommentare zu " Vorstoß der Kommission: Banker bangen um ihre Boni"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • LIVE(?) aus der Euro-Zone:

    http://dynip.name/20120830-1110-der-mann-ohne-eigenschaften.jpg

    (warum muß ich jetzt nur an robert musil und an keith haring http://www.haring.com/ denken)

    Die Wahrscheinlichkeit fast genau vor meiner Haustür von einer Straßenbahn überfahren zu werden ist zwar leicht (Innenstadt, Straßenkreuzung) aber eben – meiner Einschätzung nach – nicht wirklich erhöht.

  • also langsam kehrt die Hoffnung zurück.

    auch wenn wir weiterhin in die EU-GmbH getrieben werden, aber das Nichteinmischungsdekret aus den 80zigern zieht mehr und mehr die Ressourcen von den beschnittenen Glaubensbrüden ab. Man sieht, die Welt wird ehrlicher, offener und das lässt uns hoffen, dass wir nicht auf ewig die 1-Weltregierung haben werden, wie von den illuminierten Rothschilds gewünscht.

    Den Wertewandel sieht man, dass man immer mehr Wahrheit will:
    - Der 7 fache König des Dopings, Amstrong wird aus deine Doping Pokale verzichten müssen
    - Die üblichen Lustreisen der Banker, Versicherungen und Betriebsräte werden aufgedeckt
    - Die Welt wendet sich immer mehr angeekelt von den Israelis ab
    - E10, erfunden, um die Weltbevölkerung zu dezimieren wird geächtet

    Die Hoffnung kehrt zurück

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%