Wall Street Decathlon
Der Club der Banker-Sportsfreunde

Auch Finanzmenschen wollen sportlich sein. Der Wall Street Decathlon macht das möglich. Zwei Tage lang können dort Banker rudern, Bälle werfen und Gewichte stemmen. Nun geht der Wettbewerb auf Expansionskurs.

New YorkFlimmernde Bildschirme, unbequeme Stühle, schlechte Luft – der Büroalltag kann einem ganz schön auf die Nerven gehen und schlimmstenfalls auch auf den Rücken. Auch auf den von Bankern, schließlich sind sie auch nur Büromenschen. Zum Glück gibt es da den Sport. Genauer, den Wall Street Decathlon, einen jährlichen Sport-Wettbewerb, bei dem Wall-Street-Mitarbeiter zeigen können, dass sie in der Lage sind, schwereres zu heben als den eigenen Kugelschreiber.

Es ist eine Art Gegenprogramm gegen die durchwachten Büro-Nächte bei JP Morgan, Goldman und Co. Insgesamt zehn verschiedene Wettbewerbe müssen die Teilnehmer innerhalb der beiden Tage absolvieren. Sie stemmen Gewichte, machen Klimmzüge, rudern und üben den Football-Weitwurf.

Zum ersten Mal ging der Wettbewerb im Krisenjahr 2009 an den Start. Seitdem hat er sich zu einer festen Größe unter den sportlichen Bankern gemausert. Und nun soll er von der Wall Street in andere US-Städte expandieren: Die Organisatoren haben für 2016 außenstehende Investoren an Bord geholt und mehr als eine Million Dollar eingesammelt, um den Wettbewerb nächstes Jahr auf vier weitere Städte auszuweiten. „Was Ironman mit seiner Art des Dreikampfs geschafft hat, wollen wir mit unserer Zehnkampf-Marke erreichen”, erklärt Gründer Dave Maloney.

Die Teilnehmer lassen sich den Wall-Street-Sportspaß ganz schön was kosten: Für die nächste Auflage liegt die Teilnahmegebühr bei 395 Dollar (345 Euro) – neben der Spenden-Zusage von mindestens 2250 Dollar für eine Reihe gemeinnütziger Krebs-Organisationen. Bei der letzten Veranstaltung waren die rund 400 Start-Plätze in New York in 48 Stunden ausverkauft.

Aber die Spenden dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Decathlon inzwischen zum Geschäft avanciert ist. Gründer Maloney ließ sich von Providence Equity Partners beraten, das 2008 die World Triathlon (WTC) gekauft hatte. Dieses Unternehmen war in den folgenden sieben Jahren von einem Ironman-Lizenznehmer zum Besitzer und Organisator von Veranstaltungen in 33 Ländern gewachsen. Die Zahl der Mitarbeiter kletterte von anfangs zehn auf mehr als 325.

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Bald soll es Decathlon-Markenprodukte geben

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