Wall Street
Insiderfall und Klage gegen Credit Suisse

Zwei neue Fälle bestätigen mal wieder alle Vorurteile gegenüber der Wall Street: Ein Hedgefonds-Manager und eine Großbank haben sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mit krummen Geschäften bereichert.
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New YorkDer New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman hat Klage gegen die Credit Suisse eingereicht wegen seiner Ansicht nach betrügerischer Hypothekengeschäfte. Parallel dazu kocht ein Fall von Insiderhandel hoch, der alle bisher gekannten Dimensionen sprengen könnte.

Ein Hedgefonds-Manager hat nach Ansicht der Ermittler 276 Millionen Dollar (216 Mio Euro) an illegalen Gewinnen erwirtschaftet beziehungsweise mit dem rechtzeitigen Verkauf von Aktien drohende Verluste abgewendet. Es könnte sich um den „lukrativsten Insider-Tipp aller Zeiten“ gehandelt haben, sagte US-Bundesstaatsanwalt Preet Bharara. Der Verdächtige wurde am Dienstag in seinem Haus in Florida festgenommen.

Hedgefonds-Manager Mathew Martoma war den Ermittlungen zufolge von einem Arzt frühzeitig über einen Medikamententest informiert worden, der nach Veröffentlichung die Aktienmärkte bewegte. Martoma soll mit Finanzwetten auf die beiden beteiligten Pharmafirmen Elan und Wyeth ein Vermögen für den Hedgefonds gemacht haben, bei dem er arbeitete.

Martoma profitierte der Klageschrift zufolge durch einen satten Jahresbonus von 9,4 Millionen Dollar von seinem Treiben. Ihm drohen nun eine Haft- und Geldstrafe. Sein Anwalt erklärte, am Ende werde sich die Unschuld herausstellen. Der Arzt, der für seine Infos mehr als 100.000 Dollar kassiert haben soll, tritt als Kronzeuge auf.

Um weitaus größere Summen geht es bei der Credit Suisse: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Schweizer Institut vor, beim Verkauf von sogenannten Residential Mortgage Backed Securities (RMBS) in den Jahren 2006 und 2007 irreführende Angaben gemacht zu haben. Die Investoren derartiger Wertpapiere hätten Verluste von rund 11,2 Milliarden Dollar (8,7 Mrd Euro) erlitten.

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Vorwurf: Qualität der Kredite beschönigt

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