Wegen der Vorgänge um die MDL: Vorstände der Sachsen-LB treten zurück

Wegen der Vorgänge um die MDL
Vorstände der Sachsen-LB treten zurück

Die sächsische Landesbank muss sich nach einem neuen Chef umsehen. Der Vorstandsvorsitzende Weiss zog nach monatelanger Kritik die Konsequenzen.

HB BERLIN. Der Vorstandsvorsitzende der Sachsen-LB, Michael Weiss, hat um seine Ablösung gebeten. Das teilte Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) am Freitag im Landtag mit. Auch Vorstandsmitglied Rainer Fuchs wolle zurücktreten. Er ist für die Aktivitäten der Bank auf den internationalen Kapitalmärkten verantwortlich. Milbradt sagte, Weiss wolle weiteren Schaden von der Bank und den Eigentümern abwenden. Finanzminister Horst Metz werde als Vorsitzender des Verwaltungsrats die notwendigen Schritte einleiten.

Hintergrund sind die Vorgänge um die aktienrechtlich vorgeschriebene Meldung der Bankbeteiligung an der Tochter Mitteldeutschen Leasing (MDL). Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte am Donnerstag Büroräume der MDL durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen einen 37 Jahre alten Mitarbeiter der Sachsen LB, dem uneidliche Falschaussage vorgeworfen wird. Er hatte im vergangenen Jahr in einem Verfahren ausgesagt, bei dem es um die Frage ging, ob diese Besitzanzeige rückdatiert wurde.

In der Vergangenheit musste sich Vorstandschef Weiss unter anderem gegen den Vorwurf wehren, er habe private und berufliche Angelegenheiten nicht auseinandergehalten. Ihm wurde beispielsweise angelastet, dass seine Lebensgefährtin Vorstandschefin der MDL wurde.

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