Wegen Libor-Skandal
UBS droht mehr als eine Milliarde Dollar Strafe

Mehrere Banken haben bereits heftige Strafen für die Manipulation des Libor-Zinssatzes zahlen müssen. Am härtesten droht es jetzt die Schweizer Großbank UBS zu treffen.
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LondonDer UBS, der größten Bank in der Schweiz, drohen Strafzahlungen von mehr als einer Milliarde Dollar (760 Millionen Euro) im Zusammenhang mit möglichen Manipulationen des Libor-Zinssatzes. Das hat eine informierte Person am Donnerstag gegenüber Bloomberg News erklärt. Auch die „Financial Times“ berichtete auf ihrer Website über die vermutete Höhe der Strafe.

Den Angaben zufolge dürften die Strafen von britischen und amerikanischen Aufsichtsbehörden verhängt werden, darunter vom US-Justizministerium und der britischen Financial Services Authority (FSA). Offiziell werden die Strafen womöglich bereits kommende Woche bekannt gegeben, hieß es.

Die Aufsichtsbehörden in aller Welt untersuchen im Moment Vorwürfe, denen zufolge mehr als ein Dutzend Banken Benchmarks wie den Libor manipuliert haben – um etwa über Wetten auf Zins-Derivate zu profitieren. Barclays, die Nummer zwei unter den britischen Banken, hatte sich im Juni bereit erklärt, 290 Millionen Pfund (357 Millionen Euro) zu zahlen, um die Untersuchungen in Großbritannien und in den USA beizulegen.

Die Affäre um den Londoner Referenzsatz, an dem weltweit Finanzprodukte im Wert von mehr als 300 Billionen Dollar hängen, zieht weite Kreise. Allein die UBS hat bisher gut 20 verdächtige Mitarbeiter suspendiert oder entlassen. Weltweit ermitteln rund zehn Regulierer gegen knapp 20 prominente Geldhäuser, deren Händler den Libor-Satz jahrelang aus Profitgier manipuliert haben sollen.

Auch die Deutsche Bank steht unter Verdacht. Das Geldhaus hat zwei Händler suspendiert, die in den Skandal verwickelt sein sollen. Seit Monaten läuft eine Sonderprüfung der Finanzaufsicht Bafin bei den Frankfurtern wegen der Libor-Vorwürfe. Der Chef-Bankenaufseher der Bafin, Raimund Röseler, rechnet damit, dass er die Prüfung noch vor Jahresende abschließen kann. Dann stehe die Bewertung an, die sich wohl noch in das erste Quartal 2013 hinziehen werde.

 
Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Wegen Libor-Skandal: UBS droht mehr als eine Milliarde Dollar Strafe"

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  • Nicht nur das. Das Procedere zeigt nichts anderes, als das Recht käuflich ist.

    Denken wir an die Ermittlungen wegen Untreue gegen Ackermann im Zusammenhang mit dem Mannesmann-Prozess zurück. Gegen Zahlung eines Geldbetrages darf er sich heute als unschuldig bezeichnen.

    Jeder der also kein Geld für die Justiz abzweigt, wird bestraft.

    Und sagt einer die Wahrheit, wie im Fall "Mollath", wird er durch Wegsperren in die Psychiatrie, aus dem Verkehr gezogen. Und was noch kurioser ist, dass die Justiz nicht in der Lage ist ein Unrechtsurteil als solches zu deklarieren und aufzuheben. Stattdessen versucht man weiterhin krampfhaft doch noch einen Punkt zu finden, das Unrecht zu rechtfertigen und Mollath im Nachhinein etwas anzuhängen.

    Gestern ist ja erstmals der Name einer allgemein bekannten Person im Netz gefallen. Wenn es tatsächlich die gesuchte Person ist, dann ist es unredlich, wenn seitens der Politik auf eine "unabhängige Justiz" verwiesen wird, nachdem sie zuvor für eigene Zwecke missbraucht wurde.

    Das haben wir mittlerweile als Rechtsstaatlichkeit und vor dem Gesetz sind alle gleich adaptiert?

  • Nee, das zahlen die KUNDEN!!!

    Wer den sonst?

  • Mensch!!!Die arme Bank!Wer sammelt mit mir für die gebeutelte unschuldig in Not geratene USB.Ach das machen wir ja schon seit Jahren?Na dann entschuldigen sie die Störung.

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