Wegen Onlinebanking
Sparkassen kappen Filialnetz

Die Kunden greifen zu Smartphone und App, statt in die Filiale zu kommen. Einige Geldhäuser kürzen daher radikal, zum Beispiel die Sparkasse Vogtland. Parallel modernisieren viele Institute aber verbleibende Standorte.

FrankfurtDie Ausgangslage ist für Georg Fahrenschon klar: „Wir müssen darauf reagieren, dass unsere Kunden heute durchschnittlich einmal im Jahr in die Geschäftsstelle kommen“, sagte der Sparkassenpräsident vergangene Woche bei einer Tagung mit Vorständen. Stattdessen zückten die Kunden das Smartphone – und riefen, so Fahrenschon, 192-mal pro Jahr die Sparkassen-App auf. „Das zeigt ganz klar: Wir müssen das Geschäftsstellennetz umbauen.“ Eine „spürbare Reduktion“ der Zahl der Geschäftsstellen sei nötig.

Einige Sparkassen setzen das radikal um. So schließt die Sparkasse Vogtland bis Ende November 26 von 53 Geschäftsstellen, wie das Institut jetzt bekanntgab. Auch die Sparkasse Vogtland reagiert damit darauf, dass Kunden zusehends Onlinebanking nutzen. Zudem würden bald weniger Menschen in der Region leben. Einige Orte will das Institut mit Hauptsitz in Plauen künftig über einen Bus, einen sogenannten „Zaster-Laster“ mit Bargeld versorgen.

Vor wenigen Tagen kündigte die Stadtsparkasse Düsseldorf an, die Zahl der personalbesetzten Filialen von 64 auf 46 zu senken – allerdings bis 2019. Ähnliche Schritte, teils mit rascherer Umsetzung, wollen auch Sparkassen beispielsweise in Wetzlar, Tübingen, Osnabrück, Koblenz und St. Wendel gehen. Parallel modernisieren viele Institute aber verbleibende Standorte.

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