Weiteres Sparprogramm
Credit Suisse hat nicht viel zu lachen

Die Credit Suisse hat im dritten Quartal bei weitem nicht so viel verdient wie Analysten erwartet hatten. Zudem legt die Schweizer Großbank ein neuen Sparprogramm auf. Die Zeichen stehen auf Krisenmodus.
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ZürichNach einem Verlust im Investment-Banking und einem Gewinnrückgang in der Vermögensverwaltung im dritten Quartal drückt die Schweizer Großbank Credit Suisse beim Kostenabbau aufs Tempo. Zusätzlich zu einem im Sommer aufgelegten Kostensenkungsprogramm von 1,2 Milliarden Franken will die zweitgrößte Schweizer Bank nach Angaben vom Dienstag weitere 800 Millionen Franken einsparen. Das erste Programm war mit dem Abbau von rund 2000 von 50.000 Stellen verbunden. Nun sollen weitere drei Prozent oder 1500 Stellen dazukommen. Der Abbau werde sich über alle entwickelten Länder erstrecken, erklärte Finanzchef David Mathers in einer Telefonkonferenz. Das Vermögensverwaltungsgeschäft sei aber wohl etwas weniger betroffen.

Nach den Worten von Konzernchef Brady Dougan geht Credit Suisse auch längerfristig von einem verhaltenen Wirtschaftswachstum, niedrigen Zinsen und einer stärkeren Regulierung aus. „Zudem könnten die Kundenaktivitäten gering und die Märkte volatil bleiben,“ erklärte der Konzernchef weiter. Ob die jüngsten Beschlüsse der EU-Regierungschefs an der Marktlage etwas änderten, bleibe abzuwarten, sagte der Finanzchef.

Auch der Lokalrivale UBS schätzt die weitere Entwicklung vorsichtig ein. UBS beschloss im Sommer den Abbau von 3500 Stellen. Beobachter erwarten, dass auf dem Investorentag Mitte November weitere Streichungen bekanntgegeben werden.

Das Credit-Suisse-Ergebnis für die Monate Juli bis September fiel durchwachsen aus. Es war zudem von Sonderfaktoren wie einem Buchgewinn von 1,34 Milliarden Franken geprägt, der aus der Neubewertung eigener Verbindlichkeiten nach dem Fair-Value-Prinzip stammt. Daneben stelle die Bank 295 Millionen Franken für Rechtsstreitigkeiten mit den USA zurück. Dort wird Credit Suisse Beihilfe zu Steuerhinterziehung vorgeworden. Verbucht wurden auch die 183 Millionen Franken, mit denen sich die Bank aus Steuerermittlungen der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf herauskaufte. Der Reingewinn stieg um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 683 Millionen Franken. Der bereinigte Gewinn jedoch fiel mit 441 Millionen nur knapp halb so hoch aus wie vor einem Jahr.

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  • Private Banking und niedrige Zinsen - wer legt denn noch Geld an wenn die Verwaltungsgebuehren hoeher sind als die Zinsen. Besonders schlimm bei USD-Anlagen. Zinsatz 0 und Verwaltungsgebuehr je nach Vertrag mit der Bank. Wer will den seine ohnehin schon vorhandenen Inflationsverluste durch solche Gebuehren noch steigern??? Callgeld beim Euro beispiel DB um die 0,8 Prozent, Termingeld 1 Monat sogar noch weniger. Wir sprechen hier von grossen Anlagen.

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