Weiterhin Verluste
Allianz unzufrieden mit Bankentochter

Die Allianz-Bank kommt nicht aus den roten Zahlen. Das dürfte sich in den nächsten drei Jahren nicht ändern, prognostiziert Allianz-Deutschlandchef Markus Rieß. Das Marktumfeld sei zu schwierig, um Gewinne zu machen.
  • 2

BerlinDer Versicherer Allianz räumt Probleme mit seiner 2009 gegründeten Bankentochter ein. "Mit der Allianz-Bank sind wir sicher nicht zufrieden", sagte Markus Rieß, Vorstandschef der Allianz Deutschland AG, in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Die Welt". Die Allianz hatte die Tochter nach dem Verkauf der Dresdner Bank ins Leben gerufen, um weiterhin Bankprodukte über ihre Vertreter zu vertreiben. Bei der Allianz-Bank sind allerdings nach wie vor keine schwarzen Zahlen in Sicht. "Das war für 2014 geplant, aber das werden wir ganz sicher nicht erreichen, wann das gelingen wird, hängt nicht zuletzt vom Marktumfeld ab", sagte Rieß.

Die Allianz-Bank hatte rund 350.000 Kunden übernommen, die die Allianz-Vertreter in den Jahren zuvor für die Dresdner Bank angeworben hatten. "Die strategische Überlegung hinter der Idee halte ich weiterhin für tragfähig: Die Vertreter sollen Kunden, die sie eng an sich binden wollen, auch einfache Bankprodukte anbieten können", sagte Rieß. "Allerdings muss man zugestehen, dass wir bisher nicht die Erfolge haben, die wir uns davon versprochen hatten."

Der Deutschland-Chef führt dies zumindest teilweise auf das schwierige Marktumfeld zurück. "Das Jahr 2011 war natürlich für alle Privatkundenbanken sehr schwierig, die Kunden sind sehr vorsichtig, kaufen wenig Wertpapiere. Das ist auch an der Allianz-Bank nicht spurlos vorüber gegangen." Nun habe man nachgesteuert und die Kosten noch einmal weiter gesenkt. Dies zeigt nach Rieß' Angaben auch erste Erfolge: "Ich gehe weiter davon aus, dass wir im Jahr 2013 im Banksegment, zu dem auch die Oldenburgische Landesbank zählt, eine schwarze Null erreichen werden." Aber dies gilt eben noch nicht für die eigens gegründete Allianz-Bank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Weiterhin Verluste: Allianz unzufrieden mit Bankentochter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Na, die kann die Allianz ja sicher auch noch an die commerzbank verkaufen. Vorher werden noch ein paar CDO und MBS aus den Conduits in Irland dahin ausgelagert und hokus-pokus kauft die Commerzbank auch diesen Schrott zu überhöhten Preisen.

  • Woher stammen die Daten für die Liste der 10 größten Versicherer? Laut AXA Geschäftsbericht 2011 lag der Umsatz ("total revenues") bei EUR 89.4 Mrd für 2010 und nicht bei 162Mrd wie im Ranking angebeben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%