Wells Fargo
Scheinkonten-Skandal deutlich größer als angenommen

Im Zuge unautorisiert eröffneter Konten hat Wells Fargo bereits viele Millionen Dollar Strafe gezahlt. Der Skandal wird nun aber noch einmal neu entfacht. Die fingierten Konten nehmen wohl viel größere Ausmaße an.
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San FranciscoDer Skandal um fingierte Konten bei Wells Fargo hat deutlich größere Dimensionen als zunächst von der US-Großbank angegeben. Eine Untersuchung habe ergeben, dass rund 3,5 Millionen Kundenkonten unautorisiert eröffnet worden sein könnten, teilte das Geldhaus am Donnerstag mit. Zuvor hatte Wells Fargo die Zahl mit 2,1 Millionen angegeben. „Wir entschuldigen uns bei allen, die Schaden durch untragbare Verkaufspraktiken erlitten haben“, sagte Bankchef Tim Sloan. Das Unternehmen werde zusätzliche 2,8 Millionen US-Dollar (knapp 2,4 Mio Euro) bereitstellen, um betroffene Kunden zu entschädigen.

Wells Fargo hatte vor rund einem Jahr eingeräumt, dass Mitarbeiter über Jahre von Kunden nicht genehmigte Konten eingerichtet hatten. Es folgten zahlreiche Entlassungen – auch der langjährige Bankchef John Stumpf nahm seinen Hut – sowie Millionenstrafen von US-Behörden und Vergleiche mit Sammelklägern. Der Fall ist nicht ausgestanden – US-Aufseher ermitteln weiter. Bei der jüngsten Untersuchung, die bis 2009 zurückreicht, wurden deutlich mehr Geschäftsbereiche einbezogen als zuvor. Wegen dubioser Versicherungsaufschläge bei Autokrediten geriet Wells Fargo zuletzt erneut in Erklärungsnot.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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