Wenige Geschädigte haben eine Versicherung: Katastrophales Seebeben belastet Rückversicherer Swiss Re nur gering

Wenige Geschädigte haben eine Versicherung
Katastrophales Seebeben belastet Rückversicherer Swiss Re nur gering

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re ist nach eigenen Angaben durch das katastrophale Seebeben in Südostasien nur geringfügig betroffen. Das Unternehmen schätzt die eigene Belastung auf weniger als 100 Mill. Schweizer Franken. Eine ähnliche Einschätzung hatte bereits der Branchenprimus Münchener Rück abgegeben.

HB DÜSSELDORF. Die Belastung für die Assekuranz steht in einem scharfen Kontrast zu dem menschlichen Leid und den wirtschaftlichen Schaden der Flutkatastrophe. Jüngsten Angaben zufolge kamen dabei deutlich mehr als 160 000 Menschen ums Leben und Hilfsorganisationen befürchten, dass die Zahl der Toten noch um einiges höher liegt. Stark betroffen sind vor allem in Indonesien, Sri Lanka und Indien.

Die Versicherungsdichte und Wertekonzentration ist in den betroffenen Küstenregionen allerdings gering, deshalb fallen die Belastungen der Assekuranz relativ gering aus. Allerdings erschwerten das unvorstellbare Ausmaß des Schadens, ein Mangel an historischen Daten und die bisher nur spärlichen Informationen im Moment eine exakte Schadenschätzung, heißt es bei der Swiss Re.Die meisten versicherten Schäden im Katastrophengebiet dürften wahrscheinlich die Sachschäden und Betriebsunterbrechungen betreffen.

Bereits vor dem Seebeben im indischen Ozean war klar, dass das vergangene Jahr wegen der ungewöhnlich starken Hurrikan-Saison das teuerste Naturkatastrophenjahr für die Branche wird. Laut Münchener Rück summiert sich der volkswirtschaftliche Schaden aus Katastrophen im Jahr 2004 auf mehr als 130 Mrd. US-Dollar.

Ein Sprecher der Swiss Re sagte, es gebe keinen Grund für eine Änderung des Ziels, 2004 eine Schaden-Kosten-Quote von 96 Prozent zu erreichen. Allerdings hatte die Gesellschaft bereits im Oktober mitgeteilt, dass wegen der schweren Wirbelstürme in den USA und Taifunen in Japan, die mit rund 750 Mill. Dollar Schadenbelastung zu Buche schlagen werden, dieses Ziel möglicherweise nur mit einem Rückgriff auf die Schwankungsrückstellungen erreicht werden könnte.

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