Werbefilm
Der Marathon-Spot der Commerzbank

Vor der Tagesschau, in der Sportschau: Die Commerzbank trägt ihr Selbstbewusstsein mit einer neuen Variante des Werbespots mit der joggenden Filialdirektorin zur Schau. Bankenkrise 1931? Bankenkrise 2008? Alles überlebt.
  • 12

DüsseldorfDie joggende Filialdirektorin der Commerzbank-Werbespots hat Vorstandschef Martin Blessing viel Aufmerksamkeit garantiert. Seit 2012 ist „Lena Kuske, Filialdirektorin“ im Dienste der teilverstaatlichten Bank unterwegs. Mit Kapuzenpulli bekleidet läuft sie durch Frankfurt und stellt sich in Reklamefilmen Fragen wie: „Woran liegt es, dass man den Banken nicht mehr vertraut?“

Kritiker bemängelten: Vielleicht ist die Antwort auf die Frage, dass einige Institute – wie eben die Commerzbank – vom Steuerzahler gerettet werden mussten. Die Konkurrenz zerriss sich das Maul über die Werbung. Außerdem kam die Frage auf, ob die Dame überhaupt echt sei. Das ist sie zwar. Aber die Commerzbank gewährte (fast) keine Interviews mit der Hamburger Filialdirektorin.

Seit Freitagabend zeigt die Commerzbank eine neue Variante des Joggerfilms. Premiere feierte der 120-Sekunden-Spot unmittelbar vor der Tagesschau (Listenpreis: 69.600 Euro). Auch am Wochenende in der ARD „Sportschau“ lief der Werbefilm (Listenpreis: deutlich über 100.000 Euro). Noch einmal wird er kommende Woche in der „Sportschau“ zu sehen sein.

Vor Selbstbewusstsein strotzend zeigt der Film die altbekannte Joggerin. Dann werden historische Fotos der Bankenkrise der frühen 1930er-Jahre eingeblendet, später Bilder zur Finanzkrise 2008. „Wir kennen die Bankenkrise 1931 nur aus den Geschichtsbüchern, 2008 haben wir sie selbst erlebt. Wir haben beide überlebt.“

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Der Marathon-Spot der Commerzbank

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Parodie im ZDF

Kommentare zu " Werbefilm: Der Marathon-Spot der Commerzbank"

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  • Dreister geht es nicht. Der Spot ist nicht nur eine einzige Lüge, sondern ein Affront gegen andere Bankengruppen, die nicht vom Investmentgeschäft abhängig waren oder sind und keine Staatshilfe benötigt haben. Ganz zu schweigen von der Wettbewerbsverzerrung, dass eine staatlich gerettete Bank sich kostenlose Girokonten leisten kann. Einfach unfassbar. Das hat mit PR nichts mehr zu tun.

  • ...............................
    ..WERBESPOT DER COMMERZBANK..
    ...............................
    der zweite werbespot mit dem
    historischen rückblick ist nicht
    nur informativ sondern hat durch-
    aus auch selbstkritische zwischen-
    töne..
    ..
    soll eine bank in zzt. kritischer
    situation auf PR verzichten....??
    etwas mehr sachverstand sollte man
    dem HANDELSBLATT doch zutrauen -
    oder..??
    ..
    offenbar melden sich hier nur "ver-
    lierer oder wichtigtuer"..!!
    ..
    ich bin mit meinen commerzbankaktien
    wieder im gewinn und verfolge die wei-
    tere entwicklung sehr gelassen.
    ..
    ..
    ps
    wieder ein weiterer negativer
    artikel der handelsblatt-redak-
    tion.!!
    ..
    wo bleiben die die home-stories
    über
    ..
    EON..RWE..KALI&SALZ..SALZGITTER..??
    ..
    die in den letzten jahren ähnliche
    kursverluste erlitten haben..??
    ..

  • "eine Bank, die immer weiterso macht (d.h. Aktienkurs von über 30 EUR auf fast Null) ... Bla Bla Bla...
    Commerzbank, die Bank an Ihrer Pleite" (revidierter Originalwerbeton)

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