Werner Steinmüller

Neuer Vorstand für die Deutsche Bank

Deutschlands größte Bank beruft einen neuen Manager in den Vorstand. Werner Steinmüller soll sich um das Geschäft in Asien kümmern. Sein Umzug nach Hongkong steht in Kürze an.
Update: 14.07.2016 - 11:25 Uhr
Der 62-Jährige leitet bislang die Transaktionsbank der Deutschen Bank, die etwa Dienstleistungen im Zahlungsverkehr anbietet. Quelle: picture alliance/dpa
Werner Steinmüller

Der 62-Jährige leitet bislang die Transaktionsbank der Deutschen Bank, die etwa Dienstleistungen im Zahlungsverkehr anbietet.

(Foto: picture alliance/dpa)

DüsseldorfBei der Deutschen Bank steigt Manager Werner Steinmüller auf. Bislang leitet der 62-Jährige die Sparte „Global Transaction Banking“, wird aber mit neuer Aufgabe in den Vorstand des Instituts einziehen. Steinmüller erhält die Zuständigkeit für das Geschäft in Asien und der Pazifikregion, wie die Bank am Donnerstag mitteilt.

Der Banker arbeitet seit 1991 für das Institut und führt seit 2004 die Transaktionsbank, die etwa Zahlungsdienstleistungen und Handelsfinanzierungen anbietet. Steinmüller soll vom Nominierungsausschuss des Aufsichtsrat am 28. Juli für die neue Rolle vorgeschlagen werden, die Genehmigung durch Aufsichtsbehörden steht noch aus. Steinmüller soll im Herbst nach Hongkong wechseln und dort seinen Sitz haben. Auch andere Vorstände der Bank arbeiten fern von der Frankfurter Zentrale, etwa in London oder New York.

Deutsche Bank rutscht weiter ab
Einnahmen aus dem Investmentbanking brechen ein
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Laut einer aktuellen Analyse von Thomson Reuters steht es schlecht um die Einnahmen der Investmentbanken weltweit. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsätze mit Börsengängen, M&A-Beratung sowie neubegebenen Anleihen und Krediten im ersten Halbjahr 2016 um mehr als 23 Prozent zurück, in den USA sogar um 26 Prozent.

Etwas weniger schlecht sieht es im Raum Asien-Pazifik aus. Hier fielen die Einnahmen um zehn Prozent.

Platz 10: RBC Capital Markets
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Ob der Präsident der Royal Bank of Canada (RBC) zufrieden ist mit den aktuellen Ergebnissen, ist fraglich. Im ersten Quartal sanken die Einnahmen aus dem Investmentbanking um 32,6 Prozent auf nunmehr 757 Millionen US-Dollar. Zwar konnte die RBC ihren Rang gegenüber den anderen Investmentbanken verteidigen, doch lag das vorrangig daran, dass auch die anderen ähnlich schlecht abschnitten.

Platz 9: Wells Fargo
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Wells Fargo kann Platz 9 im Ranking verteidigen. Im ersten Quartal muss das Finanzdienstleistungsunternehmen mit Firmensitz in San Francisco Gebühreneinbußen in Höhe von 28,9 Prozent hinnehmen. Damit bleiben noch Umsätze in Höhe von 891 Millionen Dollar. Auffällig ist der enorm große Anteil an Bonds am Gesamtgeschäft.

Platz 8: Deutsche Bank
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Die Deutsche Bank rutscht um zwei Plätze auf Rang 8 ab. Das größte deutsche Geldhaus nimmt zwar immer noch 1,269 Milliarden Dollar ein. Doch sind das 34,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Platz 7: Credit Suisse
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Auch nicht gut, aber immerhin besser, läuft es bei der Credit Suisse. Das Geldhaus mit Sitz in der Schweiz klettert einen Platz nach oben. Im vergangenen Quartal nahm das Investmentbanking 1,3 Milliarden Dollar an Gebühren ein, 25 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015.

Platz 6: Barclays
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Ebenfalls einen Platz nach oben klettert Barclays. Das Investmentbanking der englischen Bank nahm im ersten Halbjahr genau 22 Prozent weniger Gebühren ein. Damit belaufen sich die Einnahmen auf knapp 1,42 Milliarden Dollar.

Platz 5: Citibank
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Wie bereits im Vorjahr auf Platz 5 liegt die Citibank. Der Finanzdienstleister nimmt im Investmentbanking knapp 1,81 Milliarden Dollar ein, 20,3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015.

Als Nachfolger an der Spitze der Transaktionsbank hat die Deutsche Bank einen externen Kandidaten gewählt, der aber in der Vergangenheit schon für die Deutsche Bank gearbeitet hatte. John Gibbons ist derzeit für die US-Großbank JP Morgan und betreut dort Finanzinstitute vor allem in Europa bei der Verwaltung ihrer Liquiditätsbestände. Von 1992 bis 2001 hatte der 56-jährige Gibbons schon für die Bank gearbeitet. Er wird sein Büro in London haben und an Vorstand Jeff Urwin berichten.

Im Vorstand der Bank war ein Posten frei geworden, nachdem das Mitglied Quintin Price das Amt aus gesundheitlichen Gründen hatte niederlegen müssen. Price Vertrag war zum 15. Juni aufgelöst worden. Er hatte die Vermögensverwaltung geleitet.

  • mdo
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