Wertpapierabwicklung
Commerzbank will Geschäft an HSBC auslagern

Die Commerzbank will sich Finanzkreisen zufolge im Zuge ihres Umbaus von der Wertpapier-Abwicklung trennen. Exklusive Gespräche mit der britischen Großbank HSBC über eine Auslagerung laufen demnach bereits.
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FrankfurtDer Kauf und Verkauf von Wertpapieren soll laut Insidern in Zukunft nicht mehr innerhalb der Commerzbank abgewickelt werden. Stattdessen laufen demnach bereits exklusive Gespräche mit der britischen Großbank HSBC über eine Auslagerung, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Davon wären rund 200 Mitarbeiter der Commerzbank betroffen. Die Süddeutsche Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

HSBC ist, gemessen an der Zahl von mehr als 61 Millionen Transaktionen pro Jahr, in dem Massengeschäft in Deutschland die Nummer eins. Die Deutsche Wertpapier-Service-Bank aus Düsseldorf (DWP) betreut zwar mehr Depots, ihre Kunden – vor allem bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken - handeln aber weniger.

Die Commerzbank und HSBC wollten sich zu den Plänen mit der Wertpapierabwicklung nicht äußern. Das margenarme Geschäft lebt von der Zahl der abgewickelten Transaktionen. Die Commerzbank und die Deutsche Bank betreiben die Abwicklung bisher selbst, die Commerzbank hatte die an die DWP-Bank ausgelagerte Wertpapierabwicklung der Dresdner Bank einst sogar reintegriert.

Zuletzt hatte es Finanzkreisen zufolge mehrfach Gespräche darüber gegeben, ob die deutschen Großbanken ihre Abwicklung bei der DWP-Bank bündeln sollten, gegebenenfalls mit Unterstützung der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream. Bisher kam dabei aber nichts heraus, zumal das Schwergewicht Deutsche Bank nicht mitmachen wollte. „Ich glaube nicht, dass es jemals dazu kommen wird“, sagte ein Insider.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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